Aktive Stadtradler ausgezeichnet

Strampeln für den Schutz des Klimas

Die aktivsten Teams von der Firma Schütze und der „Powerjugend“ mit dem Weyher „Stadtradelstar“ Dieter Verhey (r.). - Foto: hu

Weyhe / Stuhr - Von Philipp Köster. Daniel Scheper fährt jeden Tag von Ganderkesee im Landkreis Oldenburg zu seiner Arbeitsstelle nach Dreye. Das sind 25 Kilometer hin zur Firma Schütze Spritztechnik und 25 Kilometer zurück nach Hause. Ja und?, möchte man fragen. Das Besondere ist, dass er das mit dem Fahrrad tut. Es handelt sich zwar um ein E-Bike, „aber sonst würde ich es auch zeitlich gar nicht schaffen“.

Seine Arbeitskollegen haben es ihm gleich getan. Sie nahmen an der Aktion Stadtradeln teil, das Klimaschutzmanager Colja Beyer auf die Beine gestellt hatte. Im Juni sammelten 121 Teilnehmer aus Stuhr und Weyhe drei Wochen lang knapp 29.000 Kilometer für den Klimaschutz und sparten so rund vier Tonnen Kohlendioxid ein, das sie beim Gebrauch eines Autos mit Verbrennungsmotor erzeugt hätten. Zugegebenermaßen fahren aber viele von ihnen ohnehin jeden Tag das ganze Jahr mit dem Rad zur Arbeit.

Radelfreudigste Teams 

Die Teams von der Firma Schütze (34.39 Kilometer) und „Powerjugend“, Mitarbeiter vom Rathaus Stuhr (1.158), wurden von den beiden Bürgermeistern Andreas Bovenschulte und Niels Thomsen im Weyher Rathaus mit Urkunden und Gutscheinen geehrt.

Auf den Plätzen folgen die „Kuppelcrew“ (Stuhr) und „Skatzwerge & Friends“ (Weyhe) sowie die Klimaflitzer (Stuhr) und das offene Team Weyhe.

Stadtradelstar

In Weyhe gab es auch einen sogenannten Stadtradelstar. Dieter Verhey hatte sich zum Verzicht auf das Auto verpflichtet und in den drei Wochen 300 Kilometer abgestrampelt. Für das ADFC-Mitglied und Vorsitzenden des SC Weyhe ist das aber eigentlich nichts Ungewöhnliches, da er auf seinem Liegerad schon zum öffentlichen Erscheinungsbild der Gemeinde zählt. „300 Kilometer sind für mich wenig, aber ich musste in der Zeit etwas kürzertreten“.

Alternativen zum Auto notwendig

Die Verwaltungschefs würdigten bei der Feierstunde im Weyher Rathaus das Radeln als wichtige Alternative zum motorisierten Individualverkehr. „Wir wissen alle, dass der keine Zukunft hat. Umweltverschmutzung, Staus, Lärmbelästigung und Raserei sind damit verbunden“, sagte Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Es gelte, den ÖPNV und das Radfahren zu stärken. Bausteine dafür seien gute Radwege, die sicheres und schnelles Fahren ermöglichten sowie Vorbilder wie die Stadtradler.

Sein Stuhrer Amtskollege Nils Thomsen erinnerte an die Vielzahl der Belastungen durch Baustellen in diesem Jahr. Es sei offenkundig, dass es Alternativen zum Auto geben müsse, und das Fahrrad sei „die sympathischste Art des Individualverkehrs“.

• Weitere Auskünfte zum Stadtradeln erteilt Colja Beyer unter Telefon 0421/80 78 595.

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