Klassik und Barock von Elisabeth Geppert und Thomas Gerlach

Stimmungsvolles Silvesterkonzert in der Felicianuskirche

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Kantorin Elisabeth Geppert an der Kuhn-Orgel und Trompeter Thomas Gerlach präsentieren neben klassischen Orgel- und Trompetenstücken auch Opernmelodien.

Kirchweyhe - Von Rainer Jysch. Was vor Jahren einmal als Benefizkonzert begann, ist inzwischen zu einer gut besuchten Traditionsveranstaltung geworden: das festliche Konzert für Trompete und Orgel in der Felicianuskirche in Kirchweyhe am letzten Tag des Jahres.

Trotz unfreundlicher Witterung wollten sich wieder zahlreiche Besucher das von Kantorin Elisabeth Geppert an der Kuhn-Orgel und von Trompeter Thomas Gerlach präsentierte Musikprogramm am Silvesterabend nicht entgehen lassen. Beide Musiker bescherten den Zuhörern im gut besuchten Kirchenschiff einen stimmungsvollen Jahresabschluss.

Erstmalig hatte das Musiker-Duo neben klassischen Orgel- und Trompetenstücken auch Opernmelodien von Giuseppe Verdi in das vielseitige Programm aufgenommen. Zunächst hielten jedoch die Komponisten des Barock wie Händel und Bach mit ihren Werken musikalisch Einzug. Darunter die berühmte Orchestersuite „Air“ von Bach, die sich besonders gut für die Instrumentierung mit Orgel und Trompete eignet. 

Feine Orgeltöne und heftige Bässe

Passend zur Saison erklang von Antonio Vivaldi „Der Winter“ aus dessen Zyklus „Die vier Jahreszeiten“. Als „Pop-Musik des Barock“ hatten Experten diese Stückesammlung einst beschrieben, wie Thomas Gerlach in seinen kurzen Moderationen mitteilte. 

Schön anzuhören waren auch die Variationen über das Lied „Vom Himmel hoch da komm ich her“. Die drei Komponisten Zachow, Reger und Pachelbel hatten sich auf ganz unterschiedliche Weise dem Thema genähert, wobei Johann Pachelbels Choralvorspiel durch die kontrastreiche Kombination von feinen Orgeltönen und heftigen Bässen in besonderer Weise hervortrat.

Trompete statt Sopranstimme

Für ihn sei es stets ein Anreiz, Stücke, die ursprünglich nicht für die Trompete komponiert wurden, zu spielen, meinte Gerlach. So auch bei dem Halleluja aus „Exsultate, jubilate“, das Komponist Mozart eigentlich als Motette für Sopranstimme und Orchester arrangiert hatte. Gewohnt schwungvoll und melodiös hatte Mozart dieses Werk geschaffen, das nun mit Orgel- und Trompetenklang die Zuhörer erfreute. 

Auch der englische Barockkomponist des 17. Jahrhunderts, Henry Purcell, durfte in dem vielseitigen Programm nicht fehlen. „Wir haben die Suite in C-Dur ausgewählt“, kündigte Gerlach dessen Komposition von der Orgelempore an.

Die darauf folgenden Stücke des Italieners Vincenzo Antonio Petrali, „Marcia“ und „Allegro Brillante“, setzten sich als ebenso tanzbare wie beschwingte „Drehorgelmusik“ sehr von den übrigen Werken des Abends ab. Das war ein gut gelungener „Farbtupfer“ im Rahmen des Konzertes.

Stürmischer Applaus bringt zwei Zugaben

Arrangeur Carlo Fumagalli hatte es im 19. Jahrhundert übernommen, Melodien aus Verdis Opern für die Orgel umzuschreiben. Mit drei Sätzen aus „La Traviata“ und dem Triumphmarsch aus „Aida“ präsentierten Elisabeth Geppert und Thomas Gerlach die Kompositionen aus dem klassischen Repertoire der Weltmusik zur Freude des Publikums auf besondere Weise. 

Den vorläufigen Abschluss des fast zweistündigen Konzertes bildete das Stück von Sigfried Karg-Elert „Lobet den Herrn“. Mit stürmischem Applaus erklatschten sich die bereits stehenden und der Empore zugewandten Zuhörer noch zwei Zugaben. Mit dem Marsch von Jeremiah Clarke „The Prince of Danmark’s March“ und den zur Hymne avancierten Klassiker „Amazing Grace“ entließen die Musiker ihre Gäste in die Silvesternacht.

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