Musiker verbreiten gute Laune und setzen Zeichen gegen rechts

„Lauter werden“-Reihe des Jugendhauses Trafo endet mit Konzert

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Die Gruppe Unsparrow eröffnet den dreistündigen Konzertabend im Jugendhaus Trafo.

Kirchweyhe - Von Alina Astl. Rund 50 Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene haben am Freitagabend mit einem dreistündigen Konzert das Ende der „lauter werden“-Reihe erlebt.

Unter diesem Motto hatten die Jugendhaus-Mitarbeiter in den vergangenen Wochen vier verschiedene Veranstaltungen rund um die Themen Rassismus, Nazis und Ausgrenzung angeboten. Die Referenten thematisierten unter anderem, wie menschenfeindliches Denken entsteht, blickte Lara Lemmermann zurück (wir berichteten). Die 19-Jährige leistet seit August ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Einrichtung.

Unter dem Eindruck der jüngsten Bundestagswahl war das Team auf die Idee gekommen, verschiedene Experten einzuladen, „um uns intensiver mit dem Hintergrund von Rassismus und dem rechten Gedanken auseinanderzusetzen“, berichtete der Jugendhausleiter Till Wörner. „Auch unser Team sieht sich in einem bildungspolitischen Auftrag“, sagte der 33-Jährige.

Jugendpfleger Platt hofft, dass mehr Jugendliche im Trafo vorbeischauen

Die Zuhörer erlebten mit Unsparrow (Syke), Spezial-K (Berlin) und Alltag (Bremen) drei Musikgruppen, die ebenfalls Zeichen gegen rechts gesetzt haben. Die Fans sangen lauthals mit.

An Spaß und Freude hat es dieser Veranstaltung sicher nicht gefehlt, jedoch wünscht sich Jugendpfleger Carsten Platt für die Zukunft mehr Jugendliche, die im Trafo vorbeischauen. „Bier könnten sie schließlich auch hier trinken“, sagte er.

Unsparrow, eine Punkband aus Syke, war den Gästen bereits bekannt. Die Gruppe hatte bereits dreimal im Trafo gespielt. Diese Formation eröffnete den Abend. „Always look on the bright side of life“ lautete eine der ersten Zeilen des Leadsängers und Gitarristen. Der Appell, stets auf die fröhliche, helle Seite des Lebens zu blicken, verhallte nicht. Die gute Laune der drei Musiker sprang in Sekunden auf die Zuschauer über, und in kürzester Zeit gab es bereits die ersten Moshpits. Szenegänger wissen, dass damit spontane Kreise vor der Bühne gemeint sind, in dem die Zuschauer tanzen.

„Eine sehr coole Aktion“

Sänger und Gitarrist Tamino Bösche animierte die Zuschauer, den Abstand zur Bühne zu verringern. „Ihr könnt ruhig näher kommen, keine Sorge, wir haben geduscht“, scherzte er.

Nach einer kleinen Pause folgte der Rapper Spezial-K aus Berlin. „Wir haben ihn eingeladen, weil er bereits bei mehreren Anti-Rassistischen-Veranstaltungen teilgenommen hatte“, so Wörner. Vor seiner Show bedankte sich der Musiker. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, hier eingeladen zu sein.“

Den Schluss bildete die Ravepunkband „Alltag“ aus Bremen.

Nils Rodewald war zufrieden mit dem Verlauf des Konzerts. „Eine sehr coole Aktion vom Jugendhaus Trafo“, kommentierte der 16-Jährige.

Weitere Veranstaltungen und Konzerte folgen.

www.jugendhaus-weyhe.de

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