Protestanten wählen Kirchenführung

Startblöcke für neuen Kirchenvorstand sind gerichtet

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Pastor Holger Tietz, Kirchenvorstandsvorsitzender Günther Knief und Pastor Ulrich Krause-Röhrs werben vor dem Gemeindehaus um Kandidaten (v.l.n.r.). 

Leeste - Von Sigi Schritt. Etwa 4500 von rund 5800 Christen, die zur Leester Kirchengemeinde gehören, sind aufgerufen, am Sonntag, 11. März, eine neue Führungsriege zu wählen. Der amtierende Kirchenvorstandsvorsitzende Günther Knief sowie die Pastoren Holger Tietz und Ulrich Krause-Röhrs werben sowohl um (neue) Kandidaten als auch um eine rege Beteiligung.

Wenn diese bei rund 20 Prozent liege, sei das schon gut, so Tietz. Die evangelische Kirche lebe davon, dass es in den Reihen der Christen Menschen gibt, die in den nächsten sechs Jahren Verantwortung übernehmen und ihre Kirche mitgestalten – mit ihrem Wissen, ihrer Persönlichkeit und ihrem Glauben.

Wahlberechtigt ist, wer getauft und dazu noch Mitglied der Kirchengemeinde ist. In diesem Jahr gibt es laut Tietz aber eine Neuerung: Die gesetzgebende Synode hatte beschlossen, dass erstmals auch diejenigen ihre Kreuze setzen dürfen, die religionsmündig, also 14 Jahre alt sind. Das war in den Jahren zuvor anders. Da mussten die Wähler mindestens volljährig sein. „Wichtige Voraussetzung ist aber, im Wählerverzeichnis eingetragen zu sein. Wer zweifelt, sollte sich zu den Geschäftszeiten im Kirchenbüro melden und nachfragen.“

14 Personen im Vorstand

Der 14-köpfige Vorstand setzt sich aus den zwei Pastoren zusammen, drei berufene Personen und neun Männer und Frauen, über die die Gemeinde abstimmt.

Wer sich überlegt, als Kandidat zur Verfügung zu stehen, muss bis zum 21. Januar seine Bereitschaft äußern. Es besteht laut Pastor Krause-Röhrs auch die Gelegenheit, nach dem Gottesdienst am Sonntag die Verantwortlichen anzusprechen, um sich über die künftige Arbeit zu informieren.

„Der nächste Vorstand wird sicherlich über meine Nachfolge bestimmen“, sagt Pastor Holger Tietz. Nach umfangreichen Sanierungen steht in Kürze der Innenraum der Marienkirche an, der runderneuert werden soll, kündigt Knief an. Er wisse selbst noch nicht, ob er erneut für das neue Gremium kandidieren will. In seiner Amtszeit habe die Kirchengemeinde dicke Bretter gebohrt: In dieser Zeit ist das Pfarrhaus samt Zentrum gebaut worden. Dafür mussten unter anderem Kirchengrundstücke verkauft werden. Die Gemeinde hat sowohl den Kirchturm als auch die Orgel repariert sowie den Kirchturm instandgesetzt. „Fast die gesamte Infrastruktur ist auf dem neuesten Stand“, so Tietz. Auch der Organistenwechsel, der zur Festanstellung von Sören Tesch führte, sei eine große Sache gewesen.

Neue Akzente am Henry-Wetjen-Platz

Unterm Strich hat der scheidende Vorstand laut Tietz „die Startblöcke gerichtet“, damit die neuen Leute, das Vorhandene „weiterentwickeln“. Es geht darum, Kirche und das neue Gemeindehaus mit Leben zu füllen und neue Veranstaltungen in den Häusern zu etablieren.

Mit dem neuen Henry-Wetjen-Platz wird die Kirche in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weyhe sowie dem neuen Augenzentrum neue Akzente setzen und auch den mit dem Abriss des alten Rathauses geschaffenen Freiraum für Open-Air-Veranstaltungen nutzen, ist sich Holger Tietz sicher.

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