Corona-Zwangspause

Start für die Weyher DLRG nach Ostern?

 Achim Linka, Vorsitzender der Ortsgruppe Weyhe der DLRG, steht vor einem DLRG-Fahrzeug.
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Hofft, dass es bald weitergeht: Achim Linka, Vorsitzender der Ortsgruppe Weyhe der DLRG.

Kein Vereinsbetrieb, keine Schwimmkurse, wenig Einnahmen: Die Pandemie zwingt die DLRG-Ortsgruppe Weyhe in die Zwangspause - seit einem Jahr. Die Ehrenamtlichen hoffen auf April und den Freibad-Saisonbeginn im Mai.

  • Die Weyher DLRG-Ortsgruppe bereitet sich auf die Saison vor.
  • Wann die Ehrenamtlichen wieder loslegen können, ist ungewiss.
  • Jahreshauptversammlung notfalls auf einer Wiese im Freibad.

Weyhe – „Außer der Einsatzgruppe ruht bei uns der komplette Vereinsbetrieb“, berichtet Achim Linka, Erster Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Weyhe. Das liegt weniger an der Wintersaison, sondern vielmehr an den aufgrund der Coronapandemie bestehenden Beschränkungen.

Geplante Kurse und Lehrgänge können zurzeit nicht stattfinden. „Wir hoffen, dass es möglich wird, nach den Osterferien, ab dem 12. April, wieder zu starten“, so Linka. „Im Vorstand bereiten wir die Saison vor. Wir stimmen uns dabei per Telefon oder per E-Mail ab“, erzählt der 53-Jährige von seiner ehrenamtlichen Arbeit in Coronazeiten. Die Weyher Ortsgruppe besteht seit März 1975 und ist eine von insgesamt neun DLRG-Ortsgruppen im Landkreis Diepholz.

Der Schwerpunkt des Vereins mit seinen mehr als 500 Mitgliedern liegt in der Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche. Im Freibad der Gemeinde Weyhe laufen normalerweise in den Sommermonaten Anfänger- und weiterführende Kurse. Seit März 2020 habe es coronabedingt allerdings keine Schwimmkurse mehr gegeben. „Geplant ist der Saisonbeginn des Freibades für den 1. Mai“, habe er kürzlich vom Badebetriebsleiter erfahren. „Es sieht so aus, dass sie das von der Technik und vom Wasser her locker schaffen“, blickt Linka voraus und hofft, dass dann auch der Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Weniger Einnahmen für die Weyher DLRG

Durch den Ausfall der Schwimmkurse hat sich die Einnahmesituation des Vereins verschlechtert. „Die DLRG ist ja ein selbstständiger Verein. Wir finanzieren uns durch Mitgliedsbeiträge, Kursgebühren, Spenden und Zuschüsse der Gemeinde und des Landkreises“, erzählt Achim Linka. „Ich bin sehr dankbar für die Spendenbereitschaft und die öffentlichen Mittel“, fügt er an. „Die Schwimmgebühren für die Anfängerkurse sind seit einem Jahr komplett weggebrochen. Das Geld fehlt natürlich.“

Obwohl im Augenblick der Betrieb ruht, müssen unter anderem die beiden Einsatzfahrzeuge und das vor fünf Jahren mithilfe von Sponsoren angeschaffte Motorrettungsboot namens Condor unterhalten werden. „Neben der Ortsgruppe in Bassum sind wir die einzige Ortsgruppe, die über ein Boot verfügt“, sagt Linka. Auch die Einsatzbereitschaft müsse natürlich weiter sichergestellt werden. „Wenn wir im gesamten Jahr erneut keine Kurse anbieten können, dann wird’s eng. Dann geht es langsam an die Reserven“, berichtet der Vorsitzende.

„Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, werden wir meistens mit angefordert“

Neben der Wasserrettung im Freibad Weyhe, am Steller See in Stuhr, in Dreye an der Weser sowie an Stränden der Nord- und Ostsee, sind die ehrenamtlichen Helfer der DLRG mit ihren vielfältigen Aufgaben auch beim Katastrophenschutz gefragt. „Wir haben eine Kooperation mit der Ortsfeuerwehr in Dreye, die den Wasserrettungsauftrag im Landkreis Diepholz ausübt“, berichtet Achim Linka. „Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, werden wir meistens mit angefordert und fahren dann mit raus.“

Auch außerhalb der Region haben sich die Helfer aus Weyhe schon bewährt. So seien Mitglieder vor einigen Jahren mit ihrem Know-how beim Elbehochwasser zum Einsatz gekommen. Selbst bei der Flüchtlingswelle 2015 habe man in einem Auffanglager in Fallingbostel eine Woche lang Sanitätsdienste geleistet. Auch für nationale und internationale Hilfseinsätze stehe man bei Bedarf bereit.

„Die am 19. März vorgesehene Jahreshauptversammlung wird definitiv nicht stattfinden“, meint der Vorsitzende. „Wir arbeiten darauf hin, vielleicht im Mai eine Präsenzveranstaltung abzuhalten, notfalls auf einer Wiese im Freibad. Wir haben genügend Zelte zur Verfügung, sodass wir die Versammlung überdachen können.“

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