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Drei neue Querungshilfen für Leeste?

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Von: Sigi Schritt

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Eine nicht nur für Radfahrer unübersichtliche Stelle: Die Kreuzung Böttcherei/Hauptstraße (L 335) in Leeste.
Eine nicht nur für Radfahrer unübersichtliche Stelle: Die Kreuzung Böttcherei/Hauptstraße (L 335) in Leeste. © Sigi Schritt

Manche Radfahrer kennen das Problem: Man will zügig vorankommen, etwa zum Arbeitsplatz oder von dort wieder nach Hause, aber speziell zu Spitzenzeiten muss man an viel befahrenen Straßen längere Zeit warten. Der Autoverkehr lässt nämlich manchmal keine passenden Lücken zu, um rüberzufahren. In Leeste kommt es auf einigen Zweiradrouten regelmäßig zu Wartezeiten. Dieses Problem will die Politik lösen.

Weyhe – Die SPD Weyhe möchte an drei Orten Querungshilfen schaffen. Die Verwaltung soll laut SPD prüfen, ob sich Querungshilfen an den folgenden Kreuzungen einrichten lassen: Am Weißen Moor/Am Weidufer, Böttcherei/Hauptstraße und An der Beeke/Alte Poststraße.

Was mit Querungshilfen gemeint ist, erklärt auf Nachfrage der Fraktionsvorsitzende der SPD, Rainer Zottmann: „Damit ist alles Mögliche gemeint.“ Er nennt Stichworte wie Inseln oder künstliche Verengungen. Provisorien seien ebenfalls möglich. Wichtig sei, dass diese Verengungen dazu führen, dass Autofahrer an jenen Stellen langsamer fahren. Die erwünschte Folge: Radfahrer kämen grundsätzlich besser über diese Straßen, sagt der ehemalige Leitende Polizeidirektor.

Ampeln und Zebrastreifen würde die SPD dort deshalb nicht favorisieren, weil die Verfahren zu komplex seien. Wenn beispielsweise Kreisstraßen oder wie in Leeste sogar eine Landesstraße betroffen seien, müssten andere Behörden wie zum Beispiel das Straßenverkehrsamt Nienburg einbezogen werden. Zottmann glaubt, dass es wegen entsprechender Prüfungen und Untersuchungen länger dauert, bis an der L 335 ein Zebrastreifen oder eine Ampel errichtet wird. Inseln oder Verengungen seien einfacher und schneller zu realisieren, so Zottmann. Solche Maßnahmen würden ausfinanzierte Haushalte nicht besonders zusätzlich belasten.

Für die SPD gilt es, möglichst schnell drei bei radelnden Pendlern beliebte Hauptrouten sicherer zu machen.

„Auf der Straße Am Weidufer fahren die Autofahrer zu schnell“, erläutert der ehemalige Bremer Ordnungshüter. Man müsse als Radfahrer wirklich gut hinschauen, um eine Lücke zu finden, um vom Weg Am Weißen Moor zur Straße Horstkamp zu kommen. Der Verkehr müsse auf der Straße Am Weidufer langsamer fließen. Das Tempolimit von 50 auf 30 heruntersetzen, will die SPD aber nicht, betont Zottmann.

Ähnliches gelte für die Kreuzung Alte Poststraße/An der Beeke. Auf der Straße An der Beeke seien viele Bremen-Pendler aus Richtung Melchiorshausen unterwegs, die in die Leester Marsch wollen und an der Landesstraße 335 warten müssen. Werde an dieser Stelle die Straße überquert, geht es dann vorbei am Leister Apparthotel, Busplatz und Schlachterei Horstmann.

„Die Kreuzung Böttcherei/Hauptstraße ist für alle eine unübersichtliche Ecke“, so Zottmann. Insbesondere für eine radelnde Person sei die Einmündung der Böttcherei eine besondere Herausforderung, wolle man dort die Landesstraße 335 überqueren, um weiter Richtung Bremen zu fahren. Schließlich zählt die Hauptstraße zu den wichtigen verkehrlichen Achsen in der Wesergemeinde und sei viel befahren – nicht nur zu Spitzenzeiten. Radfahrer haben an der Einmündung der Böttcherei Schwierigkeiten, den Verkehr von links zu beobachten, weil die Hauptstraße kurz davor eine Linkskurve macht. Wegen eines Gebäudes sei es kaum möglich, auf einer längeren Strecke den Verkehr zu beobachten. Komme ein Raser aus der Kurve, könnte die Situation brenzlig werden.

Der Weg nach links zur nächsten Ampelanlage vor der Einmündung der Schulstraße sei laut Zottmann „zu schmal“, insbesondere wenn sich Mülltonnen auf dem Weg befinden. Und in Richtung Lahausen könnte ein Weg ebenfalls breiter sein.

Die Querungshilfen, die sich die SPD wünscht, sind Bestandteil eines Mobilitätskonzepts für Radfahrer, das die Sozialdemokraten für Weyhe fordern. „Es geht darum, dass Autofahrer aufs Rad umsteigen“, erklärt Zottmann. „Wer umsteigt, muss flott und sicher“ seine Ziele erreichen, findet der SPD-Ratsherr. Es gebe jedoch auch Hanseaten, die nach Weyhe pendeln, so Zottmann. „Der Umstieg muss attraktiv sein.“ Außerdem soll Weyhe laut SPD eine fahrradfreundliche Kommune werden. „Der Grundantrag ist ein Mobilitätskonzept. Wir erwarten, dass über die Sorgen und Nöte der Radler nachgedacht wird.“ Rainer Zottmann glaubt, dass dieser Antrag, der im Bauausschuss am Dienstagabend behandelt wird, eine Mehrheit finden wird.

Von Sigi Schritt

Dies ist die Kreuzung Hauptstraße/An der Beeke. Die sechs Kilometer lange L 335 queren regelmäßig radelnde Pendler aus Melchiorshausen auf dem Weg nach Bremen.
Dies ist die Kreuzung Hauptstraße/An der Beeke. Die sechs Kilometer lange L 335 queren regelmäßig radelnde Pendler aus Melchiorshausen auf dem Weg nach Bremen. © Sigi Schritt
Wer von der Straße Am Weißen Moor zum Horstkamp und weiter in die Leester Marsch will, muss über die Straße Am Weidufer. Manchmal keine einfache Sache.
Wer von der Straße Am Weißen Moor zum Horstkamp und weiter in die Leester Marsch will, muss über die Straße Am Weidufer. Manchmal keine einfache Sache. © Sigi Schritt

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