100-jähriges Bestehen

Geschichte der Leester Sparkasse ist auch eine Umzugshistorie

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Der erste Neubau der Leester Sparkasse von 1972 mit dem Kundeneingang zur Leester Straße hin. Das Foto entstand 1981. 

Leeste - Vor wenigen Wochen hat die Kirchweyher Sparkasse ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt hat auch die Leester Zweigstelle dieses Alter erreicht.

Die Geschichte der Sparkasse in Leeste berührt mehrere Gebäude. Das Geldinstitut begann als „Amtssparkasse Syke“, und löste die bis dahin in Leeste ansässige „Spar- u. Darlehnskasse“ ab. Sie richtete sich im Bauernhaus von Carl Dunkhase an der heutigen Alten Poststraße ein. 1881 hatte dort schon die örtliche Postagentur ihren Sitz. Drei Generationen Dunkhase führten die Postgeschäfte, bis 1953 ein anderes Gebäude bezogen werden konnte. Seit der Zeit erinnert nur noch der Straßenname Alte Poststraße an die geschichtliche Bedeutung des Leester Hofes.

Für die Dauer von zehn Jahren konnten die Leester Einwohner ihre Post- und Geldgeschäfte dort abwickeln. Dann zog die Sparkasse in das gegenüberliegende Bauernhaus des Brinksitzers Heinrich Lütjemeier. Doch schon nach drei Jahren entschloss man sich, in ein „echtes“ Geschäftshaus umzuziehen. Im heutigen griechischen Lokal „Korinth“, damals das Geschäft des Kaufmanns Johann Rose, mietete sich 1931 die kleine Belegschaft ein. Ein altes Foto mit Filialleiter Johann Gerdes und einem Bienenkorb, dem Markenzeichen der Sparkasse im Hintergrund, existiert noch davon.

Das Foto von 1934 zeigt den damaligen Filialleiter Johann Gerdes (3.v.r.), links neben ihm Johann Timmermann, der später lange Zeit in Kirchweyhe beschäftigt war, daneben vermutlich Besucher.

Nachdem die Räume dort immer weniger der stark gestiegenen Aufwärtsentwicklung der Leester Sparkasse genügten, kaufte man 1956 das alte Wohnhaus von Dietrich Struthoff und baute es zur Sparkasse um. Bis 1972 dauerte es nur, als endlich ein größerer Neubau alle Platzsorgen beseitigte. Unmittelbar neben dem bisherigen Haus entstand er, gleich als Sparkassengebäude geplant. In der Zeit danach waren dort 30 Beschäftigte tätig.

Ins alte Haus zog damals das Textilgeschäft Voßmeyer ein. Mittlerweile wechselten die Gewerbeangebote. Zurzeit ist dort ein Imbiss untergebracht.

Bau von 1972 nicht wiedererkennbar

Aber auch der Neubau von 1972 ist schon wieder Geschichte, denn das heutige Aussehen erinnert kaum noch an die ursprüngliche Fassade mit dem direkten Eingang zur Leester Straße.

Im Jubiläumsjahr 2018 beraten Filialleiter Johannes Döpkens und seine 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einem modernen und großzügig gestaltenden Gebäude die Leester Kunden und versorgen sie mit Bargeld.

• Eine kleine historische Ausstellung mit den baulichen Etappen der Leester Sparkasse ist seit Montag im dortigen Kundenraum aufgebaut. Gemeindearchivar Wilfried Meyer hat mit Bildern und kurzen Texten die Geschichte dargestellt. 

wm

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