Sommertour der SPD-Fraktionsvorsitzenden

„KGS im Bestand gesichert“

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Die SPD-Abgeordneten Johanne Modder (r.) und Luzia Modenhauer (l.) im Gespräch mit Gerd Göde vom Trägerverein des Seniorenzentrums „Alte Wache“.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Aufregung, die das neue, vor den Sommerferien verabschiedete, Schulgesetz, ausgelöst hatte, kann die niedersächsische SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder nicht nachvollziehen. Bei einem Pressegespräch in der Weyher SPD-Zentrale am Bäckerweg erklärte sie gestern auf Nachfrage, dass die Direktoren der vier Kooperativen Ganztagsschulen in Weyhe und Stuhr nicht um den Fortbestand ihrer Bildungsstätten hätten bangen müssen. Eine Resolution sei nicht notwendig gewesen (wir berichteten). Das sei selbst in den Gesprächen in den Ausschüssen nie ein Thema gewesen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte merkte an, dass sich alle Parteien in Weyhe für den Erhalt der KGS ausgesprochen und klare Position bezogen hatten. Die Politik war aber dafür, auf mehr Integration zu setzen, um das gemeinsame Lernen voranzutreiben. „Die KGS sind im Bestand gesichert“, so stehe es im Schulgesetz, sagte Modder. Ihre Fraktionskollegin Luzia Moldenhauer nickte zustimmend. Vielmehr sei das neue Schulgesetz kein Angriff auf die Gymnasien oder die KGS, sondern eine Stärkung. „Jeder Schulträger hat nun eine bunten Strauß an rechtlichen Möglichkeiten und die Freiheit, genau die Schulform zu wählen, die er will.“ Bildung sei ein Schwerpunkt der Landesregierung, begründete Modder, weshalb der dafür vorgesehene Haushalt auf rund 20 Prozent (5,3 Milliarden Euro) angehoben worden sei. Davon profitierten jetzt auch die Weyher Ganztagsgrundschulen. Hatte die Gemeinde bei der Beantragung einer Ganztagsgrundschule noch eine Verzichtserklärung auf Landesfördermittel unterschreiben müssen, bekomme jetzt der Träger 60 Prozent der Ganztagsfördermittel erstattet. „Das ist sogar ein Rechtsanspruch“, berichtet der Bürgermeister. Nachrüsten müsse die Politik auch bei den Sprachlernkursen für Flüchtlingskinder, so Johanne Modder. „60 zusätzliche Klassen im Land werden nicht ausreichen.“ Das sei auch ein Thema bei den anstehenden Haushaltsberatungen, kündigte sie an.

Nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Ortskernentwicklung habe die Landesregierung die Mittel aufgestockt. Davon profitiere auch Weyhe.

„Allein die Aussicht, Geld für die Leester Mitte zu bekommen, beflügelte die Investoren“, so Bovenschulte. „Ein Fördereuro löst acht Euro an Investitionsgeld aus“, sagt Modder vor ihrer Tour durch die Gemeinde, bei der sie sich mit Vertretern der „Alten Wache“, des Bürgerbusvereins und mit Betreibern der Marina Wieltsee unterhielt.

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