Sollte es zu einer Verlagerung kommen, sollte der fünfte und sechste Jahrgang umziehen

Künftige KGS-Abiturienten wollen keinen Unterricht in Melchiorshausen

+
Die Zehntklässlerinnen Alena Block, Tabea Böger und Alina Astl (v.l.) diskutieren über den CDU-Vorschlag. Er sieht vor, dass die Oberstufe für die Zeit der KGS-Kompaktsanierung nach Melchiorshausen ausgelagert werden könnte.

Von Sigi Schritt. und Lisa Jarmuth

WEYHE

Die CDU glaubt, dass die Sanierungsarbeiten, besonders für Oberstufenschüler und speziell für Abiturienten eine besondere Belastung darstellen. „Bauarbeiten über mehrere Jahre sind aufgrund der hohen Lärmbelastung, Staub und anderer störender Faktoren problematisch“, findet der Fraktionsvorsitzende Dietrich Struthoff. Klausur- und Abitursprüfungen könnten seiner Ansicht nach nicht bei einem hohen Lärmpegel und bei einer grundsätzlichen Unruhe an der Schule bewältigt werden.

Für den Fall, dass sich bei den Planungen aber herausstellt, das für den Unterricht Container bestellt werden müssten, sollte die Oberstufe komplett ausgelagert werden, erläutert der CDU-Chef den Hintergrund seines Antrags. Der sieht vor, dass die betreffenden Jahrgänge in die Schule in die Leester Heide umziehen.

Der Landkreis als Träger hatte die Schule saniert, so dass moderne Klassenräume zur Verfügung stehen. Struthoff räumt jedoch ein, dass dort einige Funktionsräume fehlten.

Wie bewerten Schüler diesen Vorschlag? Eine nichtrepräsentative Umfrage ergab, dass sich künftige Oberstufenschüler eher mit der Baustelle arrangierten würden, als nach Melchiorshausen zu wechseln – zumindest sehen das 20 von 22 befragten Zehntklässlern so.

Eine fehlende Mensa ist für Dunja Ali (16) kein Ausschließungsgrund: „Die meisten Schüler bringen sich Essen von zu Hause mit.“ Die 16-Jährige zählt zu den Befürworterinnen des CDU-Vorschlags: „Ich finde diese Idee besser als in Containern zu lernen. Im Winter wären die zu kalt und im Sommer zu warm.“

Das Hin- und Herpendeln der Lehrer sehen Schüler wie Alina Astl (16) eher als problematisch an. Die meisten Schüler hätten zudem einen längeren Weg mit dem Fahrrad zu absolvieren. „Erst ab einem Schulweg von vier Kilometern Länge zahlt der Landkreis die Busfahrt“, bemerkt Lynn Schumacher. Wie Mitschüler Henrik Friemel waren auch eine ganze Reihe der Schüler der Ansicht, dass man sich bei einem längeren Schulweg auch gleich eine andere Schule etwa in Bremen suchen könnte. Dort würden die KGS-Bauarbeiten nicht stören, und man hätte seine Ruhe, erläuterte 16-jährige Leester. Zudem würde es sich auch nicht mehr lohnen, für eine Freistunde nach Hause zu radeln. Für angehende Abiturienten, die einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt gewählt haben, wäre ein Wechsel in die Leester Heide „total umständlich“, da sie die meiste Zeit ihrer Abiturvorbereitungen in naturwissenschaftlichen Räumen verbringen, so Friemel.

Doch eine andere, von Alena Bock aus Melchiorshausen und Tabea Böger aus Erichshof geäußerte Idee, findet Anklang: Um Platz zu schaffen, könnte man die fünften und sechsten Klassen in Räume der Förderschule wechseln lassen, zumal diese nicht unbedingt fachspezifische Räume benötigen wie die Oberstufenschüler. Die Ideengeberinnen sehen als erwünschter Effekt, dass ein Hin- und Her-Pendeln vermieden wird. „Außerdem kennen sich die Fünft- und Sechstklässler noch nicht in der KGS aus. Sie könnten sich in Melchiorshausen an die KGS eingewöhnen, sozusagen als neue Orientierungsstufe.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

Meistgelesene Artikel

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Kommentare