Kirchweyher Volksschüler treffen sich 60 Jahre nach der Schulentlassung

Die Socken des Fritz Röhrbein

Die Teilnehmer des Klassentreffens in Kirchweyhe hatten viel Spaß. - Foto: Husmann

Kirchweyhe - Vor 60 Jahren haben sie die Volksschule in Kirchweyhe nach dem achten Schuljahr verlassen: Das war der Anlass für ein Treffen der ehemaligen Schüler am Samstag im Gasthaus Kirchweyher Hof.

Renate Voß und Ingrid Koldewey hatten die Einladungen an die 23 noch lebenden Klassenkameraden verschickt, 18 waren dem Ruf gefolgt. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler kamen unter anderem aus Osnabrück, Hannover und Lüneburg. Den weitesten Weg hatte Horst Rehmann zurückgelegt. Er wohnt heute in Forchheim nahe Nürnberg. „Dorthin hat es mich der Liebe wegen hin verschlagen, außerdem war es leichter, sich dort selbstständig zu machen als in der alten Heimat“, erklärte er. Immerhin wohnt seine Tochter in Osterholz-Scharmbeck.

Das letzte Treffen liegt bereits fünf Jahre zurück. Da war es klar, dass man sich viel zu erzählen hatte. Lustige Geschichten aus der damaligen Zeit wurden aufgewärmt. Der Rektor der Kirchweyher Schule, Fritz Röhrbein, der gleichzeitig der Klassenlehrer im achten Schuljahr war, kam einmal zu spät in den Unterricht, weil seine Frau verreist war. „Ich konnte keine zwei gleichen Socken finden.“

Karl-Heinz Kiuntke erinnerte sich an einen Vorfall, als er in der Ecke stehen musste, weil er etwas ausgefressen hatte, als ihm der Lehrer Georg Gollor von hinten einen Schlag versetzen wollte. „Da habe ich mich geduckt, und der Lehrer traf mit seinem Schlag die Wand des Klassenzimmers.

So verging der Nachmittag schnell mit solchen Geschichten. Alte Fotos machten die Runde. Der Kirchweyher Hof servierte dazu Kaffee und Kuchen. Das nächste Klassentreffen ist bereits in Planung. - bos

Das Klassentreffen hat den ehemaligen Schüler Horst Rehmann zu folgenden Zeilen inspiriert:

Jungs

Die Wenigsten hab ich erkannt,

nach nunmehr sechzig Jahren,

ein Jeder reichte mir die Hand,

stand da mit grauen Haaren.

Erst als ich ihre Namen hörte,

erwachte die Erinnerung,

auch wenn manche Stimme röhrte,

in ihrer Art klang sie noch jung.

Aus Schüler mit ´nem Milchgesicht,

sind Typen von Format geworden,

rank und schlank - Idealgewicht,

echte Männer aus dem Norden.

Mädchen

Ich begrüßte dann die Mädchen,

mit einem leichten Händedruck,

in mir tuckerte ein Rädchen,

und ich erkannte sie ruck zuck.

Sie waren alle samt charmant,

mit einem Wort – bewundernswert,

in jeder Hinsicht interessant,

so wie´s ein Männerherz begehrt.

Aus Schulmädchen mit Milchgesicht,

sind nun Schönheiten geworden,

sie strahlen wie das Sonnenlicht,

sind Brillanten aus dem Norden.

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