Bei Silvesterkonzert in der Felicianuskirche überzeugen die Akteure mit außergewöhnlicher Instrumentalisierung

Klassiker in Welturaufführung dargeboten

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Thomas Gerlach (Trompete), Elisabeth Geppert an der Orgel und Fruzsina Hara (Barocktrompete) unterhalten das volle Gotteshaus.

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Zu Silvester gehört für viele Weyher inzwischen der Besuch des Silversterkonzerts in der Felicianuskirche. Auch am 31. Dezember sorgte das Konzert wieder für ein volles Gotteshaus und Parkplatzprobleme.

Während von draußen das Krachen der Silvesterböller und das Heulen der Raketen auch durch die dicken Kirchenmauern zu hören war, lauschten die Besucher in der Kirche vorwiegend Barockmusik von Händel, Vivaldi, Lully, Wather und Telemann sowie den Vertretern des protestantischen Barock wie Praetorius und Scheidt.

Zu Beginn hatte Kantorin Elisabeth Geppert den Besuchern die beiden Solisten Fruzsina Hara und Thomas Gerlach vorgestellt. Während Gerlach ein guter alter Bekannter und beliebter Solist bei Konzerten in der Weyher Kirche ist, war Fruzsina Hara am Silvesterabend erst zum zweiten Mal in Weyhe. Sie zeigte den Besuchern ihre Barocktrompete, ein etwas längliches Instrument, das ohne Ventile gespielt wird. Begleitet wurde sie im „Concerto in C-Dur“ zum Auftakt von Elisabeth Geppert an der Orgel und Thomas Gerlach, der dabei auf einer Piccolo-Trompete spielte. Dabei wies sie darauf hin, dass dieses Vivaldi-Concerto als echter Klassiker gilt, der aber noch nie zuvor in dieser Instrumentalisierung gespielt worden ist.

Kantorin Elisabeth Geppert hatte wieder ein Programm zusammengestellt, das für die Besucher auch einige Überraschungen bereithielt. So sorgte die „Tico Tico“-Samba des Brasilianers Zequinhaa de Abreu für interessante andere Rhythmen. De Abreu sei ein Vertreter des „Choro“, eines in Brasilien entwickelten Musikstils, der aus einer Mischung europäischer Volksmusik und dem „Xolo“, einem afrikanischen Tanzstil, entstanden sein könnte, erklärte Gerlach. Auch das „Scherzo for the white Rabbit“ des zeitgenössischen Komponisten Nigel Ogden sorgte für neue Klänge. Mit dem festlichen „Concerto Royal“ aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel endete das Programm. Endlich konnten die Besucher unbeschwert klatschen, nachdem sie während des Konzerts bei ihrem Beifall oft unsicher waren, ob nur ein Satz oder die gesamte Komposition beendet war.

Natürlich entließen die Besucher die Musiker bei diesem gelungenen Konzert nicht ohne Zugabe.

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