Siedlung „Mühlenfeld“ besteht seit 60 Jahren: Feier mit Anwohnern

Statt in eine Maschine kam die Kleidung in einen Waschkessel

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Die Anwohner blicken auf eine 60-jährige Siedlungsgeschichte zurück.

Leeste - Von Sigi Schritt. Mit einer Besonderheit hat die damalige Gemeinde Leeste vor sechs Jahrzehnten die Siedlung „Mühlenfeld“ am Ortsausgang Richtung Brinkum geplant.

Der ehemalige Weyher Bürgermeister Edmund Irmer (76) berichtete, dass die Verwaltung für die Straßen Im Mühlenfeld und Mühlenfeldweg die ersten Wendeplätze eingerichtet hatte. Eine Windmühle gab es an diesem Ort nicht. „Ein paar Hundert Meter weiter Richtung Leeste stand am Gänsebach eine Wassermühle“, bestätigte Irmer.

Beim Straßenfest erinnerte sich der ehemalige Verwaltungschef an die Anfänge der Siedlung: „Im Jahr 1954 hatte Familie Brüning aus Lahausen Teile ihrer Ackerflächen verkauft.“ Das neue Gebiet lockte 1955 sowohl Heimatvertriebene als auch Familien aus der nahen Umgebung an.

„Die Grundstücke hatten um die 1500 Quadratmeter Fläche. Außerdem war Viehhaltung vorgesehen“, so Irmer. „Wir hatten drei Kühe. Sie hießen Alma, Betty und Christine.“ Außerdem züchteten seine Eltern Schweine. Insgesamt 100 Tiere befanden sich in den Ställen.

Was die Kommunen mit ihrer Quartiersbildung versuchen, habe es in dieser Siedlung von Anfang an gegeben: „Gute nachbarschaftliche Hilfe. Das ist in weiten Teilen geblieben.“ Irmer gab ein Beispiel: Im Winter trafen sich die Anwohner zum gemeinsamen Schnee fegen. „Man packte auf den Wendeplätzen gemeinsam an.“

Einer dieser Plätze bot nun Raum für die Feier der Anwohner, die auf eine 60-jährige Siedlungsgeschichte zurückblickten.

Im Lauf der Zeit wünschten sich die Grundstücksinhaber mehr Komfort. „Früher gab es noch nicht einmal ein Badezimmer in einer Wohnung. Die Familien benutzten statt einer Maschine in der Waschküche den Kessel“, erinnerte sich Irmer.

Deshalb bauten sie ihre Häuser mehrfach um. Diese erfüllen nun moderne Standards.

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