Die meisten Ergebnisse sind negativ

Corona-Teststation in Weyhe: Mehr als 300 Menschen haben Angebot schon angenommen

Die Praxis verfügt über genügend Material: In einer Plastikkiste liegen jede Menge Prüfstäbchen. Zwei Stäbchen werden pro Patient verwendet.
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Die Praxis verfügt über genügend Material: Zwei Stäbchen werden pro Patient verwendet.

Weyhe – Wer für den Silvesterbesuch wissen möchte oder muss, ob das Corona-Virus in seinem Körper steckt, hat noch am Mittwoch Gelegenheit, sich testen zu lassen, sagt Birthe Dahms. Die 26-jährige Zahnmedizinerin verantwortet im Auftrag der Tierarztpraxis Windhaus & Hemme aus Vechta die Corona-Teststation im Gasthaus Waldkater an der Bundesstraße 6. Sie zieht eine positive Dezember-Bilanz.

„Wir haben mehr als 300 Patienten getestet“, blickt Dahms zurück. Die ersten Tage nach der Eröffnung hätten sie und die Studentin Anna Büssing (21) morgens lange auf die ersten Patienten warten müssen. „Das war aber klar. Das neue Angebot musste sich erst herumsprechen“, sagt die Zahnmedizinerin. Mit der Zeit kamen deutlich mehr Menschen. „Vor Weihnachten war gut was los.“ Montag seien über 50, Dienstag über 60 und Mittwoch 73 Patienten vorbeigekommen. Die meisten kamen aus Weyhe und Umgebung, vereinzelt auch aus Bremen.

Das Büro der Weyher Außenstelle einer Tierarztpraxis aus Vechta haben die Mitarbeiter im Flur der Melchiorshauser Gaststätte Waldkater aufgeschlagen.

Für den sogenannten PCR-Test ging sie bei jeder Person mit jeweils zwei Stäbchen sowohl in die Nase als auch in den Rachenraum des Mundes. Das musste die Zahnärztin fast allen erklären: Der Abstrich des ersten Stäbchens durchläuft im Labor der Tierarztpraxis den regulären Test. Erst wenn die Probe kein eindeutiges Ergebnis hat, würde der Abstrich vom zweiten Stäbchen die Prozedur durchlaufen. „Das ist nämlich die Rückstellprobe.“

Die meisten Corona-Testergebnisse sind negativ

Die meisten Ergebnisse seien negativ gewesen, sagt sie. „Es gab nur wenige positive“, blickt sie zurück. Das Laborpersonal habe die 26-Jährige in sieben Fällen informiert, dass die Personen den Covid-19-Erreger in sich tragen würden. „Die habe ich dann alle angerufen“, sagt sie. Außerdem habe sie das Gesundheitsamt informiert – wie es das Gesetz vorschreibt.

„Die Betroffenen haben das nicht begeistert aufgenommen, aber letztendlich haben einige damit gerechnet“, sagt sie. Denn diese Testwilligen hätten Kontakt zu Infizierten gehabt, ergänzt Birthe Dahms. Sie hätten nur leichte Symptome gezeigt, manche sogar gar keine. Unterm Strich hätten sich aber die Menschen gefreut, dass es den Service gibt.

Corona-Teststation bleibt bis Mitte Januar geöffnet

Das Büro der Weyher Außenstelle der Tierarztpraxis Windhaus & Hemme aus Vechta werde noch mindestens bis Mitte Januar an der Waldkater-Kreuzung zu finden sein, sagt Birthe Dahms. Auch wenn sie nach dem Jahreswechsel hauptberuflich als Zahnärztin in Syke tätig sein wird, werde die 26-Jährige das Testzentrum im Hintergrund fachlich begleiten. Sie kündigt an, dass ihre Rolle dann ab Januar geschultes Personal aus Vechta übernehmen wird. Sicherlich könne es jeder schnell lernen, Abstriche aus Nase und Rachen zu nehmen. Aber es gehe auch darum, Fragen rund um den Test qualifiziert zu beantworten.

Birthe Dahms empfiehlt aber, nicht sofort nach einem möglichen Kontakt das Testzentrum aufzusuchen. „Ein Test macht erst nach dem fünften Tag Sinn“, sagt sie. „Wenn man 65 Euro bezahlt, will man auch ein sicheres Ergebnis haben. Deshalb sollte man abwarten.“

Ob es über Mitte Januar hinaus eine Verlängerung gibt, könne sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir müssen schauen, wie es sich entwickelt.“

Haben Sie Wünsche an die Politik? Birthe Dahms spricht über das Problem, dass Gesundheitsämter nicht hinterherkommen, die positiv getesteten Menschen zu informieren. Teilweise würden Betroffene zwei Wochen lang keinen Anruf vom Amt bekommen. Die Zahnmedizinerin wünscht sich, dass die Gesundheitsämter mit mehr Personal ausgestattet werden.

Und was sie von einer Corona-Impfung hält? „Ich bin kein Impf-Gegner und bin selbst gegen alles und auch gegen Grippe geimpft.“ Sie würde persönlich allerdings noch eine Weile abwarten, bis sie selbst ein Impf-Zentrum aufsucht. Die Entwicklung des neuen Impfstoffes sei sehr schnell gewesen, so Dahms. Deshalb möchte sie zunächst Berichte abwarten, wie die bislang Geimpften auf den neuen Stoff reagieren.

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