Rat: Niemals rückwärts fahren

Senioren üben Umgang mit Gehhilfen: Sicher am Rollator

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Eine Rampe zu überwinden, kann mit dem Rollator knifflig sein. Die Teilnehmer üben vor der Alten Wache.

Weyhe - Das Interesse an Tipps und praktischem Tun im Umgang mit Rollatoren ist noch immer groß. Obgleich in den Weyher Quartieren schon zahlreiche derartige Veranstaltungen gelaufen sind, begrüßte Christin Brümmer vom Senioren-Pflegestützpunkt in der Alten Wache nun mehr als 30 Gäste zu einem Rollatorentraining. Gut die Hälfte von ihnen hatte gleich fahrbare Gehilfen mitgebracht, sodass Ergotherapeutin Inken Otto auf viele unterschiedliche Modelle verweisen konnte.

Im ersten Teil informierte sie über die Einstellung. Der Handgriff sollte sich in Höhe des Handgelenks befinden, wenn der Nutzer zwischen den Rädern steht. Der Rollator sei kein Einkaufs- oder Kinderwagen, betonte Otto. Daher sollte er auch nicht so geschoben werden. Vielmehr müsse der Nutzer aufrecht zwischen den Hinterrädern gehen und dabei mit beiden Händen nicht den Griff und auch die Handbremse halten.

Aus Sicherheitsgründen empfahl sie, Reflektoren anzubringen, eine Taschenlampe mitzuführen, sich eine Warnweste anzuziehen, das Gerät mit einer Klingel aufzurüsten und regelmäßig die Bremsen zu kontrollieren.

Vor dem Kauf eines Rollators sollten Senioren sich fachkundig beraten lassen, meinte Otto. Vor allem sollten sie sich bewusst machen, bei welchen Gelegenheiten sie das Gerät hauptsächlich benötigten. Wird es im Auto mitgeführt, muss es einfach zu klappen sein. Wer sich beim Spaziergang gerne mal verpusten und auf dem Rollator Platz nehmen möchte, sollte nicht nur auf eine zuverlässige Feststellbremse achten, sondern auch auf einen festen Sitz, möglichst mit Rückenstütze. Wenn der Rollator vorwiegend in der Wohnung zum Einsatz kommt, empfiehlt es sich, die Sitzfläche in ein Tablett umzugestalten.

Rollatoren könnten zudem mit Stockhalter und Transportbehälter ausgestattet werden. Wolfgang Rehling von der Kreisverkehrswacht warnte jedoch davor, den Einkaufskorb zu überladen, da dann die Stabilität verloren gehe. Ein Zuhörer hatte seinen Rollator raffiniert mit einem aufklappbaren Regenschirm ausgestattet.

Um die Nutzung des Rollators zu trainieren, begaben sich die Gäste nach draußen, wo Inken Otto, Wolfgang Rehling und Sabine Bartels einen Übungsparcours aufgebaut hatten. Die Teilnehmer trainierten, unter Benutzung der Handbremse auf der Stelle zu drehen, da man niemals mit einem Rollator rückwärts gehen oder beispielsweise einen Fahrstuhl rückwärts gehend verlassen sollte.

Außerdem übten sie eine Stufe, eine Schwelle oder einen Bordstein – aber niemals eine ganze Treppe – zu überqueren und dabei eine Ankipphilfe zu nutzen. 

bt

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