Kommunalwahl

Schwertkämpfer Daniel Welp bewirbt sich für Die Linke um ein Grundmandat in Weyhe

Daniel Welp mit seinen Hunden.
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Daniel Welp mit seinen Hunden: Der Chow-Chow-Mischling (zehn) Benji sowie die Husky-Hündin Mala (sechs) folgen seinen Anweisungen.

Weyhe – „Die Gemeinde Weyhe ist freundlich, modern und weltoffen“, sagt Daniel Welp. Damit das so bleibt, will er sich in der Kommunalpolitik engagieren und bewirbt sich für die Partei Die Linke um ein Mandat für den Gemeinderat. Er ist der einzige Kandidat dieser Partei auf der Weyher Liste.

Der 32-Jährige wohnt mit seiner Ehefrau Mariska seit Juni 2019 in einer Doppelhaus-Hälfte in Kirchweyhe. Er fühle sich bereits in der Wesergemeinde heimisch, sagt der werdende Familienvater. Er sei glücklich und sein Job „erfülle“ ihn, sagt der Sozialpädagoge.

Daniel Welp arbeitet in Syke in der Familienhilfe im ambulanten Dienst eines Trägers mit Sitz in Sulingen. „Ich biete Eltern ein Training an“, sagt der Sozialpädagoge. Seine „Kunden“ seien Mütter und Väter, die durch eine psychische Erkrankung vorbelastet sind. Das verursache Probleme bei der Erziehung der Kinder. Mit seiner Arbeit will Welp depressiven oder aggressiven Verhaltenszügen vorbeugen, um Kindern zu helfen.

Es habe ihm schon immer gefallen, sich sozial zu engagieren, deshalb war sein beruflicher Weg offenbar vorgezeichnet: Geboren 1989 in Twistringen wuchs Welp in Barnstorf auf. Er schloss die dortige Realschule ab und wechselte auf die BBS Diepholz. Nach einem Berufseinsteigerjahr folgte eine dreijährige Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in Langwedel (Kreis Verden). In dieser Zeit war er in einer Einrichtung eines freien Trägers in vier Wohngruppen eingesetzt. Dort leben Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Schließlich studierte Welp in Vechta soziale Arbeit. Den Studiengang beendete er mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Ein Masterstudium habe er zugunsten seines jetzigen Jobs aufgegeben.

Wie schaltet er ab? „Ich habe einige Hobbys“, sagt er. Die gemeinsamen Hunde, der Chow-Chow-Mischling (zehn) Benji sowie die Husky-Hündin Mala (sechs) würden viel Aufmerksamkeit beanspruchen. Mit einem Dogscooter und einer Spannleine touren die Tiere mit dem Kirchweyher durch die Gegend. Außerdem hört er Rock- und Metallmusik und geht auf diese Festivals: Rock Harz, Wacken (Itzehoe) und Mera Luna (Hildesheim).

Für mich ist die Hundesteuer eine Tierschutzsteuer. Wichtig ist, dass der erste Hund günstig ist, denn jeder sollte das Recht haben, sich einen Hund leisten zu können.

Daniel Welp

Gitarre spiele er auch, aber nur noch am Lagerfeuer, sagt er. Ihm mache der Sport Schwertschaukampf besonders viel Spaß. Das sei ein Schauspiel ohne Worte mit stumpfen Waffen und eingeübten sowie komplexen Bewegungsabläufen. „Wenn eine Kamera das aufzeichnen würde, würde man an eine Prügelei denken“, sagt er. An diese Sportart sei er durch seine Ehefrau, die aus Wietzen/Nienburg stammt, gekommen. „Sie war besser als ich. Da wir wegen Corona beide aus der Übung sind, sind wir jetzt gleich gut.“

Warum Daniel Welp sich für die Linke als Partei entschieden hat? Er findet, „dass diese das Thema soziale Gerechtigkeit und Bekämpfung der Armut am glaubwürdigsten rüberbringt“. Das seien auch Themen, die für ihn in der Kommunalpolitik Relevanz haben. Deshalb plädiert er für eine „starke, offene Jugendarbeit“.

In Sachen Klimaschutz müsste aus seiner Sicht der Radverkehr weiter ausgebaut werden. Dazu müsste der motorisierte Verkehr seiner Meinung nach ausgebremst werden. Er findet, dass in Weyhe Autofahrer in verkehrsberuhigten Zonen zu schnell sind. Er würde viel mehr elektronische Tafeln aufstellen lassen, die Tempoangaben von Fahrzeugen anzeigen. Diese Tafeln müssten vor jedem Kindergarten und jeder Schule stehen.

Bei der Hundesteuer lohne es sich seiner Ansicht nach auch, genau hinzuschauen. „Für mich ist die Hundesteuer eine Tierschutzsteuer. Wichtig ist, dass der erste Hund günstig ist, denn jeder sollte das Recht haben, sich einen Hund zu leisten.“

Bei weiteren Tieren müsse man auf die Anzahl achten und da könnte die Gemeinde auch gestaffelte Abgaben verlangen, findet Welp. „Einige Menschen haben eine unkontrollierte Liebe zu den Tieren. Andere sind psychisch erkrankt und suchen bei Tieren in einer zu kleinen Wohnung den Ersatz für menschliche Zuneigung.“ Das seien Tiermessis.

Daniel Welp könne bei der anstehenden Wahl maximal ein Grundmandat erreichen. Das bedeutet, dass er in keinem Ausschuss stimmberechtigt ist. Abstimmen könnte er nur im Rat, der viermal im Jahr tagt. Doch das störe ihn nicht. Möglicherweise diskutiere er daheim im Haus oder im Garten mit seiner Frau Mariska manches Thema aus. Die Sozialpädagogin und Mitarbeiterin einer Landkreis-Verwaltung bewirbt sich ebenfalls um ein Ratsmandat. Sie tritt für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) an.

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