Verein wählt Vorstand / Gordon Doyen neuer Vorsitzender / Sorgen wegen Sperrung der Teilstrecke Leeste – Kirchhuchting / Museum geplant

Schweres Jahr für die Museumsbahner vom „Pingelheini“

Der neue Vorstand: (v.l.) 1. Vorsitzender Gordon Doyen, Vorstand Finanzen Frank-Reinhardt Müller, Vorstand Technischer Betrieb Harald Urber und Schriftführer Alfred Schuchardt. - Foto: Verein

leeste - „Uns steht ein schweres Jahr bevor. Wir werden die Fahrtsaison aufmerksam beobachten und analysieren, wie sich das Fahrgastaufkommen entwickelt und ob sich für uns daraus Konsequenzen ergeben“, sagt Alfred Schuchardt, Schriftführer des Leester Kleinbahnvereins. Hintergrund für die Befürchtungen ist die Sperrung des Streckenabschnitts von Leeste nach Kirchhuchting aufgrund der anstehenden Bauarbeiten für die Straßenbahn-Linie 8 (wir berichteten). „Die Strecke wurde sozusagen halbiert.“

Gleichwohl haben die Aktiven des „Pingelheini“ die Weichen für die Zukunft gestellt und eine neue Chefetage gewählt. Das langjährige Vorstandsmitglied Bernhard Schmidt, zuletzt tätig als Vorsitzender, hatte aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidieren wollen. Auch Frank-Reinhardt Müller, Vorstand Finanzen, will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten, heißt es von Seiten des Vereins. Gleichwohl erklärte sich Müller bereit, noch ein Jahr weiterzumachen und einen zu findenden Nachfolger einzuarbeiten.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder mit großer Mehrheit Gordon Doyen. Doyen war bereits früher in den Bereichen Kommunikation und Marketing tätig gewesen. Er hatte als Lokführer im Raum Hamburg seine Arbeit bei den „Pingelheini“-Aktiven reduzieren müssen, auch wenn er „aus der Ferne“ zugearbeitet und Vorstand sowie Verein unterstützt hatte. Inzwischen hat er seinen Wohnort von Schleswig-Holstein nach Hamburg verlegt und ist dadurch dem Verein wieder etwas näher gerückt.

Zum neuen Vorstand Technischer Betrieb wählte die Versammlung mit großer Mehrheit Harald Urber. Damit würdigte die Versammlung seinen bisherigen tatkräftigen Einsatz als Rangierer, Lokführer und Unterstützer bei Einsatz und Pflege des Fahrzeugparks.

Lokschuppen bald Vereinseigentum?

Als Schriftführer wurde Alfred Schuchardt bestätigt. Kirsten Wetjen hospitiert im neuen Vorstand, um so in die Arbeit hineinzuwachsen und eventuell nach Wahl in zwei Jahren als Schatzmeisterin zu fungieren.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Bernhard Schmidt und Janosch Rygielski werden für den Verein auch weiterhin aktiv tätig sein und dem Vorstand für Spezialaufgaben zur Verfügung stehen. So will sich Schmidt dafür einsetzen, das zurzeit ungenutzte, renovierungsbedürftige Büro von der Bremen- Thedinghauser Eisenbahn (BTE) zur Verfügung gestellt zu bekommen, um dort ein Museum zur Geschichte der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn und des Kleinbahnvereins einrichten zu können. Rygielski möchte sich verstärkt um den Lokschuppen kümmern, der womöglich in das Eigentum des Vereins übergehen könnte. Die denkmalsgerechte Erhaltung übersteigt jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bei weitem. - ps/pk

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