Hüsing: Die dritte Generation übernimmt

Individuelle Beinprothesen made in Leeste

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Gerda und Werner Hüsing mit Sohn André. Er übernimmt mit Ehefrau Yvonne ab heute die Verantwortung des Unternehmens an der Leester Straße.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Elektriker oder Orthopädie-Schuhmacher – nur zwei Berufe waren damals für Werner Hüsing infrage gekommen. Er musste aber nicht lange überlegen. Es lag nahe, in die Fußstapfen seiner Eltern Erich und Anneliese zu treten, die 1956 ein Schuhgeschäft in Leeste eröffnet hatten. Es war zwar an der Leester Straße, damals jedoch nicht gegenüber des Autohauses Hollmann, sondern gegenüber der Esso-Tankstelle.

Am Anfang, als der Kundenkreis noch sehr beschränkt war und die Menschen in Leeste und Melchiorshausen mit dem Fahrrad unterwegs waren, hatte Familie Hüsing nur eine Regalwand bestücken können. „Es gab zwei Sorten Herrenschuhe (braune und schwarze) und drei verschiedene Damenschuh-Modelle. Das Geschäft florierte 1956 von Beginn an, und Anfang der 1970er-Jahre war die Verkaufsfläche samt Lager viel zu klein. Deshalb bezogen Erich und Anneliese Hüsing einen Neubau ein Stück weiter Richtung Brinkum in dem Wissen, dass Sohn Werner den Betrieb mit Ehefrau Gerda einmal übernehmen wird und ihn als Orthopädie-Meisterwerkstatt weiterführt.

Die Werkstatt war für Werner Hüsing seit den Kindheitstagen ein Hobby. Er tüftelte, wie seine Frau Gerda berichtet, viel herum, um neue Techniken zu entwickeln, damit er für bestimmte Krankheitsbilder besonders hochwertige orthopädische Schuhe anfertigen konnte. „In diesem Beruf kann man Menschen helfen“, so Werner Hüsing.

Zweite Generation übernahm 1995

„Ich konnte nicht mehr laufen, jetzt tut mir nichts mehr weh.“ Solche Sätze von Kunden seien es, die immer wieder ihn und das Team motivieren, sich weiter ins Zeug zu legen, um den Empfehlungen der Ärzte gerecht zu werden.

Seit 1995 führt mit Werner und Gerda die zweite Generation das Geschäft – seit heute übernimmt die dritte Generation Verantwortung: Sohn André und Ehefrau Yvonne.

Der Apfel fällt ja sprichwörtlich nicht weit vom Stamm. André Hüsing hat Orthopädie-Schuhtechniker gelernt, fügte die Ausbildung zum Orthopädietechniker hinzu, ging für fast vier Jahre in die Schweiz und legte im Anschluss seine Meisterprüfung ab. Am Prüfungsort in Dortmund lernte er – ebenfalls an der Meisterschule – die Absolventin Yvonne kennen, die er später heiratete. Sie fügten 2011 die Abteilung Sanitätshaus hinzu und fertigen beispielsweise Beinprothesen selbst an – zusammen mit den Familienmitgliedern beschäftigt das Unternehmen 17 Mitarbeiter.

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