Problem: die Finanzierung

Weyher Bürgerbus-Verein: Schon mal geschnuppert am neuen Elektroauto

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Der Elektrobus tourt am Montag testweise durch die Straßen von Weyhe. Der Bürgerbusverein denkt über eine Anschaffung des Gefährts als Ersatz für das in die Jahre gekommene Dieselauto nach, das 240.000 Kilometer auf der Uhr hat. 

Leeste - Von Detlef Voges. Sie haben zumindest schon mal an der E-Technik geschnuppert, die Mitglieder des Weyher Bürgerbus-Vereins. In der vereinseigenen Garage am Irrgarten in Leeste stellte am Montag das Unternehmen K-Bus ein potenzielles Elektro-Modell vor. Das Problem bleibt für den Verein die Finanzierung. 220. 000 Euro sind im Gespräch. 120.000 Euro stehen als Fördermittel in Aussicht. Wo kommen die restlichen 100 .000 Euro her?

Und die Zeit drängt. Spätestens bis März 2019 muss diese Restfinanzierung geklärt sein. „Wenn nicht, müssen wir wieder einen Diesel bestellen“, sagte Regine von Larcher. Die Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins zeigte sich gestern ein wenig ratlos. Die E-Mobilität sei doch politisch gewollt. Überall gebe es Fördertöpfe, nur wo? „Wenn es um Förderung geht, steht man als Verein oft allein da“, bedauerte von Larcher.

Unterstützung sagte Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte dem Pionierprojekt zu. Die Gemeinde beteilige sich an der Restfinanzierung der etwa 100. 000 Euro. Aber es müssten noch andere Partner dazugekommen. Das sei sein Vorschlag, so Bovenschulte, der dabei auch an den Landkreis, das Land Niedersachsen und das Umweltministerium denkt.

Ein E-Bus verlangt vom Verein ein Mehr an finanziellem Engagement als der klassische Diesel. Der gewünschte E-Solar City Bus würde mit allen Extras etwa 170. 000 Euro kosten. Zu den Extras zählen laut Unternehmenssprecher Georg Bergmann auch ein zweifacher Stromkreislauf. Der eine liefere den Fahrstrom, der andere die Energie für das restliche Programm wie das Öffnen der Tür. Ein dicker finanzieller Brocken ist die neue Infrastruktur. Für den E-Bus soll es in der Garage eine Ladestation geben. Dafür muss ein leistungsfähigeres Kabel gelegt werden. Ein Vorhaben in Höhe von rund 50 .000 Euro.

Lieferzeit beträgt etwa acht Monate

Der Verein könnte den alten zweiten Bus im nächsten Jahr noch eine Zeit lang fahren, aber nicht mehr lange. Eine Entscheidung sei, so von Larcher, dringend erforderlich, weil die Lieferzeit für einen neuen Bus etwa acht Monate betrage. Und der alte Bus sei mit 240. 000 gefahrenen Kilometern abgängig.

„Wir sind fast 20 Jahre erfolgreich am Markt“, sagt Hans Töbelmann. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins zeichnet ein positives Bild des Bürgerbus-Konzepts.

Er sieht einen steigenden Bedarf auch bei der Linie 116, die den Außenbereich der Gemeinde abdeckt. Die Linie 117 bediene das Zentrum und sei so gut wie ausgelastet, betont Töbelmann, der sich zudem mit dem Fahrer-Kontingent zufrieden zeigt. „Wir suchen aber immer neue“, so der Vereins-Vize.

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