Baumpflanzaktion auf dem Marktplatz in Kirchweyhe

„Das ist schon ein bisschen Hightech“

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Der Kirchweyher Marktplatz an einem Tag im April. Bald wird er sich ansehnlicher präsentieren. Im Sommer sollen 24 Bäume den Platz verschönern. Neue Bänke und Bepflanzungen von Sträuchern ergänzen das Revitalisierungsprogramm. 

Weyhe - Von Detlef Voges. Ahorn raus, Winterlinde und Kugelrobinie rein. Zumindest gedanklich stehen die neuen Bäume auf dem Marktplatz in Kirchweyhe schon. Im Juli sollen die 24 Bäume tatsächlich das Areal verschönern. Rechtzeitig im vollen Blätterkleid, wenn die Gemeinde am 19. September zum 20-jährigen Bestehen des Marktplatzes einlädt.

Das Projekt, das unter dem Motto „Aufwertung Marktplatz Kirchweyhe“ läuft, hatte einen intensiven Diskussionsvorlauf in der Kommune. Nach Darstellung von Bürgermeister Andreas Bovenschulte („Der Marktplatz ist eine Erfolgsgeschichte“) habe man sich geeinigt, keinen großen Eingriff vorzunehmen, den Bestand aber weiterzuentwickeln, ohne die Funktion des Platzes einzuschränken.

Das Ergebnis sind unter anderem 24 Bäume, die den Platz naturfällig einrahmen, eine Kugelrobinie am ehemaligen Brunnen und 23 Winterlinden der Sorte „Rancho“. Diese Sorte sei, so Grünplaner Thomas Krause, sehr städteverträglich.

Oder anders: Diese Winterlinde kleckert nicht. „Sie gibt keinen Honigtau ab“, beschreibt es der Grünchef der Gemeinde.

Auch darüber hinaus haben sich die Planer Gedanken gemacht und auf Beständigkeit gesetzt. So wird jede der 24 Baumgruben mit zwölf Kubikmeter Substrat ausgestattet. Das Substrat gibt den Wurzeln ausreichend Luftvolumen und Wasserspeicherkapazität zur Stabilität und dauerhaften Entwicklung. Für die Bewässerung und Belüftung des Wurzelballens wird eine Baumringleitung mit in die Pflanzgrube eingebaut.

„Ein ganz schöner Aufwand unter der Erde“, so der Bürgermeister. „Das ist schon ein bisschen Hightech“, ergänzt der Grünplaner und schließt nicht aus, dass die Bäume so gut und gern über 100 Jahre alt werden könnten.

Die sonst obligatorischen Baumpfähle wird es für die neuen Bäume übrigens wegen der Optik nicht geben. Die Baumbefestigungen übernehmen Unterflurverankerungen und unterirdisch verankerte Spanngurte. Ein Lichtkonzept soll die Bäume auch bei Dunkelheit ins rechte Licht rücken.

Das Verschönerungsprogramm des Marktplatzes sieht zudem neue Bänke sowie Stauden- und Gräserbepflanzungen am Rande des Platzes und im ehemaligen Maskenbrunnen vor.

Mit dem Baubeginn im Mai greift die Gemeinde zwangsläufig in den Verkehrsraum ein. Krause spricht von einer gelegentlichen Einbahnstraßenregelung. Unbeeinträchtigt von dem Vorhaben bleibt der Wochenmarkt.

In einem zweiten Schritt der Aufwertung des Marktplatzes (der Zeitpunkt steht noch nicht fest) geht es um das Technik- und Toilettenhaus und den Weintreff. Der sei ja mit entsprechenden Genehmigungen ein Objekt auf Probe, so Bovenschulte. Gemeinsam müsse man entscheiden, ob daraus eine dauerhafte Einrichtung, eventuell mit festem Gebäude, entstehen solle.

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