Der Schock eines Weyhers sitzt tief: Unbekannter versuchte, Haus anzuzünden

Hat ein „Feuerteufel“ im Jeebel sein Ziel verfehlt?

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Heinrich Peters hatte Glück: Er schlief, als ein Brandstifter an seinen Rollläden zündelte. Alle Fenster waren geschlossen. Deshalb gelangte der Rauch weder ins Wohn- noch ins Schlafzimmer.

Jeebel - Von Sigi Schritt. Der Schock sitzt bei Rentner Heinrich Peters (66) noch tief. Hat ein „Feuerteufel“ etwa sein Ziel verfehlt? Zwar ist Peters als Seemann viel in der Welt herumgekommen und hat manches einstecken müssen, doch das, was er vor gut zwei Wochen auf seinem Grundstück erlebt hat, habe ihm fast die Sprache verschlagen: Ein Unbekannter hat in der Nacht zum 19. Februar gezielt einige Grillanzünder vor seiner Haustür und mehreren Rollläden platziert und sie in Brand gesteckt.

Auch dieser Rollladen vor dem Schlafzimmer hat der Unbekannte angezündet.

Für ihn sei es mysteriös, dass weder er noch seine Ehefrau den ungebetenen Gast bemerkt hätten. „Nicht einmal der Hund hat angeschlagen“, berichtet Peters auf Anfrage. Den nächtlichen Vorfall bemerkte das Ehepaar erst, als seine Ehefrau Angelika morgens die Haustür aufmachen wollte. Sie klemmte. „Das Gummi der Schließseite war völlig verkohlt und die Tür verformt“, so der Rentner. „Die Polizei hat die Tat als ‚Dummejungenstreich‘ abgetan, sagt er. „Als ich anschließend das Grundstück inspizierte, bekam ich einen richtigen Schock“, so Peters. Bei den Rollläden zum Badezimmer, Schlafzimmer und an den Schiebeelementen des Wohnzimmers war das Plastik verkohlt. „Ich konnte die Lamellen nicht mehr hochziehen.“ „Wenn das Material und die Dämmung leicht brennbar gewesen wäre, hätte möglicherweise das Haus abbrennen können. Wir hatten riesiges Glück“, sagt Peters. Die nochmals herbeigerufene Polizei habe Beweise gesammelt und alle Stellen fotografiert. Da die Tat als Versuch einer schweren Brandstiftung zu werten ist, wollte die Kripo vorbeischauen – 48 Stunden später. „Die Beamten kamen aber erst, nachdem ich dort nachgehakt habe.“

Die Tür hat sich zwar verformt, gefährliche Gase drangen aber nicht in das Haus.

Seine Gedanken kreisen um die Fragen, ob ein Brandstifter sein Unwesen treibt und ob es noch weitere Fälle gibt. „Der Täter kann doch nur ein Verrückter sein“, mutmaßt der Geschädigte. „Wir leben seit 22 Jahren mit unseren Nachbarn friedlich zusammen. Außerdem haben wir keine Feinde. Im Gegenteil. Wir sind gesellig und feiern im Schützenverein Lahausen.“ Peters wundert sich, dass die Polizei nicht die Öffentlichkeit informiert hat. „Die Ermittlungen laufen“, hieß es gestern auf Anfrage bei der Polizeiinspektion Diepholz. Sie wollte keine Details nennen. Bei der Staatsanwaltschaft in Verden ist die Akte noch nicht angekommen. „Den Fall kennen wir noch nicht“, sagt Staatsanwalt Lutz Gaebel. Der Weyher will sich nun einen Anwalt suchen, damit dieser Akteneinsicht nimmt.

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