Bauarbeiten starten am Montag

Schnelles Surfen: Glasfasernetz wird in Weyhe erweitert

Beim symbolischen ersten Spatenstich in Kirchweyhe Ecke Erlenstraße / Kleiberweg (v.l.): Bürgermeister Frank Seidel, Oliver Brandt (Telekom Technik), Christoph Meurer (Geschäftsführer Glasfaser Nordwest) und Markus Rohe (Glasfaser Nordwest – Ausbau–Steuerung). Foto: Rainer Jysch

Kirchweyhe - Von Rainer Jysch. Es geht voran mit dem schnellen Internet in Weyhe. Die erst Anfang Januar mit Sitz in Oldenburg gegründete Firma „Glasfaser Nordwest“, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und der EWE, hat sich zur Aufgabe gemacht, auch in Weyhe das Glasfasernetz zu erweitern. Ein optimaler Datentransfer solle so ermöglicht werden, ultraschnell und stabil.

„Gerade in einer Zeit, in der viele Bürger und Unternehmen mit Home-Office und Videokonferenzen zu tun haben, merkt man, dass ein schnelles Internet unerlässlich ist“, sagte Weyhes Bürgermeister Frank Seidel beim offiziellen Spatenstich für die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen. Begonnen wird in dem Gebiet zwischen Meyerkamp, Hauptstraße und Am Neddernfeld. Zum Ausbaugebiet von Glasfaser Nordwest gehört außerdem der Bereich nördlich der Hauptstraße zwischen Lahauser Straße und Bahnhofstraße (siehe Grafik). Am heutigen Montag sollen die Erdarbeiten starten. „Wir werden innerhalb einer Bauzeit von rund zwölf Monaten für 2 500 Haushalte schnelles Internet mit Glasfaserkabeln erschließen“, versprach Christoph Meurer, Geschäftsführer der Glasfaser Nordwest. „Das neue Glasfasernetz stellen wir zukünftig allen Telekommunikationsunternehmen zur Verfügung.“ Aktuell seien es nur die Telekom und EWE. „Wir gehen aber davon aus, dass weitere Unternehmen bei uns einkaufen werden und die Endkunden dann die Produkte bei ihrem Wunschprovider buchen können.“ Das soll ab Anfang Oktober 2020 möglich sein. „Wir investieren jetzt in das Verteilernetz, so dass wir die Kunden ganz schnell anschließen können“, betonte der Geschäftsführer.

Die im Firmennamen verankerte Ausbauregion „Nordwest“ reicht nach Meurers Angaben von kurz vor Hamburg im Osten, im Süden fast bis Münster, zur holländischen Grenze im Westen und bis an die Nordseeküste. „In diesem Gebiet gibt es 3,4 Millionen Haushalte. Wir wollen in den nächsten zehn Jahren 1,5 Millionen Anschlüsse schaffen“, plant das Unternehmen. Man sei bereit, dafür zwei Milliarden Euro zu investieren. „Aufgrund der aktuellen Situation wird schnelles Internet noch mehr an Bedeutung gewinnen und der Digitalisierung einen deutlichen Schub nach vorne verschaffen“, war sich Meurer sicher.

Nach seinen Angaben sind die Telekommunikationsunternehmen die Vertragspartner für die Nutzer und sorgen für den Hausanschluss. „Fibre To The Home“ (FTTH) nennt sich das Verfahren, bei dem nicht nur das Wohngebiet mit dem Glasfasernetz versorgt wird, sondern Glasfaserleitungen auch die Verbindung von der Straße zum Haus darstellen. Nur so könne der hohe Datenfluss von bis zu 1 000 Mbit/s erreicht werden. Die mit dem Anschluss verbundenen Kosten und Tarife legen die Telekommunikationsunternehmen fest. Näheres sei auf deren Internetseiten nachzulesen. Dort können Endnutzer auch bereits jetzt ihr Interesse am Highspeed-Internet bekunden.

Eine Bürgerinformationsveranstaltung, die eventuell auf digitalem Wege erfolgen muss, ist für Anfang Oktober geplant. „Die Nachfrage in der Bevölkerung und bei Unternehmen ist enorm groß“, bestätigte Bürgermeister Frank Seidel in Sachen schnelles Internet und fasste zusammen: „Jeder Meter Glasfaser in Weyhes Erde ist ein guter Meter.“

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