Auf Initiative eines Anwohners profitiert nun der Ortsteil von Vectoring-Technologie

Schnelleres Internet für 220 Haushalte im Jeebel

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (l.) freut sich über schnelleres Internet im Jeebel. Ralf Glaubitz und Sven Schmitz (r.) von der swb-Gruppe erläutern die Technik. - Foto: Schritt

Jeebel - Von Sandra Bischoff. Die Eigeninitiative von Matthias Krön hat sich gelohnt: Knapp 220 Haushalte im Jeebel können ab sofort schneller im Internet surfen. Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde sind dann möglich.

Bereits bei den Bürgergesprächen in den Ortsteilen mit Rathauschef Andreas Bovenschulte war im Jeebel der Ruf nach schnellerem Internet laut geworden. „Dort war das Internet schon länger ein großes Thema“, sagte die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith gestern in einer Pressekonferenz zu diesem Thema.

„Der Ortsteil ist kein Ballungsgebiet. Man kann schön wohnen, aber meist fehlt dort die Technologie“, sagte Ralf Glaubitz, swb-Vertriebsleiter für den Bereich Telekommunikation. Wegen der dünnen Besiedelung sah die swb-Gruppe auch keine Eigenwirtschaftlichkeit. „Wir mussten Absichtsbekundungen von mindestens 80 Anwohnern haben, um den Ausbau voranzutreiben“, so Glaubitz. Also machte sich Krön auf den Weg, seine Nachbarn zu überzeugen. Mit Erfolg.

Der Kabelverzweiger für das Gebiet steht nun am Okeler Weg / Ecke „In den Fuhren“. Knapp 220 Haushalte können die moderne Technologie insgesamt nutzen. Ursprünglich waren Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde angedacht gewesen. „Jetzt setzen wir noch auf die Zusatztechnologie Vectoring“, berichtet Sven Schmitz, Geschäftsführer der kommunalen Energiespargesellschaft (Kess) der swb-Gruppe.

Damit sind Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und 40 Mbit/S beim Hochladen von Daten möglich. „Die tatsächliche Bandbreite ist stark abhängig von der Qualität und Länge der jeweiligen Teilnehmeranschlussleitung aus Kupfer, die von den einzelnen Häusern zum entsprechenden Kabelverzweiger führen“, sagen Schmitz und Glaubitz. Die Ewe Tel stellt die Infrastruktur für das schnelle Internet, für den Ausbau ist die swb verantwortlich.

„Eine schnelle Internetverbindung ist heute unverzichtbar, um privat wie beruflich auf dem neusten Stand zu bleiben – und das standortunabhängig“, sagte auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Schmitz erklärte, die swb werde auch weiterhin noch unerschlossene Gebiete in der Gemeinde prüfen, um zu schauen, was dort bezüglich schnellerem Internet möglich sei.

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