Schluss nach 18 Jahren

Margret Engels sucht Nachfolger für Turngruppe

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Margret Engels (r.) und Nils Engels (l.) möchten ihre springlebendige, fröhliche Jungenturngruppe im TSV Weyhe-Lahausen zum Jahresende abgeben und suchen Nachfolger.

Lahausen - Jungenturnen war früher in den hiesigen Sportvereinen weit verbreitet, inzwischen gibt es nur noch ganz wenige Vereine, die diese Sportart anbieten.

Vor 18 Jahren entschloss sich Margret Engels, das Jungenturnen im TSV Weyhe-Lahausen wieder aufleben zu lassen. Sie hatte an der Sportschule in Melle die dazu erforderliche Lizenz erworben und diese seitdem ständig verlängert. Mit ihrem Angebot wollte sie das Schulturnen ergänzen. Dabei sollte der Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen und nicht der Leistungsgedanke. 

Sie führte die Jungen spielerisch an die Geräte heran, an Bock und Barren, an Reck und Seile, an das Klettergerüst und Turnmatten. Sie durften den Handstand und die Flugrollen üben, lernten Kraftübungen „und sie durften auch mal etwas ausprobieren“, wie Margret Engels einige Mutproben bezeichnet. Daher war es ihr immer sehr wichtig, dass sie von Assistenten unterstützt wurde, zumal auch der Altersunterschied oft sehr groß war. Jede Übungseinheit dauerte 75 Minuten und endete mit einem Spiel.

Sie beteiligte sich mit der Gruppe an Kreis-Kinder- und Jugend-Turnfesten und feierte die Saisonenden auch schon mal mit einer Übernachtung in der Sporthalle.

Sport am Mittwoch

Gegenwärtig turnen bei ihr mittwochs von 17.30 bis 18.45 Uhr in der Lahauser Sporthalle 17 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 15 Jahren. „Dabei lernen die Größeren auch gleich, Rücksicht zu nehmen“, sagt die Übungsleiterin, die seit zwei Jahren von ihrem Sohn Nils unterstützt wird. Der studiert gegenwärtig jedoch in Osnabrück und ist zeitlich sehr beansprucht.

„Die Arbeit hat mir immer viel Spaß gemacht“, berichtet Margret Engels, die bis vor zwei Jahren auch noch mehrere Mädchen-Turngruppen trainiert hat. Um einen sanfteren Übergang in den sportlichen „Ruhestand“ zu finden, blieb sie noch zwei Jahre bei den Jungs, doch zum Jahresende soll auch damit Schluss sein. Am 22. Dezember gibt sie die letzte Turnstunde und sucht jetzt einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin.

„Wenn ich 18 Jahre lang durchgehalten habe, dann muss diese Arbeit doch Spaß machen“, wirbt sie unter möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten und hofft, dass sie dabei Erfolg hat. Ihr ist es wichtig, dass die Gruppe bestehen bleibt, und ist auch bereit, bei Bedarf auszuhelfen. - bt

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