400 Fußballfans beim Public Viewing im Autohaus Brandt

„Schiri“ verhagelt Gästen die Laune

In der ersten Halbzeit sind die Gäste im Autohaus Brandt noch zuversichtlich. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff passiert Bastian Schweinsteiger ein Missgeschick ... - Foto: Husmann

Kirchweyhe - Von Siard Schulz. Pfiffe und Unverständnis in der Verkaufshalle des Autohauses Brandt. Soeben verwandelt der Franzose Antoine Griezmann den fälligen Handelfmeter. Der Strafstoßpfiff des italienischen Schiedsrichters Nicola Rizzoli beim EM-Halbfinale in Marseille hat den Anhängern der deutschen Mannschaft beim Rudelgucken im Autohaus am Donnerstagabend gründlich die Feierlaune verdorben.

Der 18-jährige Ole Ahrlich aus Sudweyhe ist selbst Schiedsrichter. Er kritisiert die einseitige Spielleitung. Wie er sehen die meisten Gäste in dem kurz vor der Pause gegebenen Strafstoß eine klare Benachteiligung, die die Partie entscheidet.

Nach dem 0:2 in Halbzeit zwei sind die Leute restlos bedient, die zuvor fest entschlossen waren, auch das Finale morgen Abend mit deutscher Beteiligung im Autohaus sehen zu können. Die Hoffnung, vielleicht doch noch ins Endspiel einziehen zu können, stirbt bei den Fans jedoch erst in der Nachspielzeit.

Für das Unternehmen sind die Veranstaltungen auch trotz des Aus' im Halbfinale gelungen, auch wenn die Geschäftsleitung dabei sogar Verluste macht, sagt Geschäftsführer Bernd Bielefeld, denn der Autohändler spendet die Eintrittsgelder der Gemeinde für gemeinnützige Zwecke. Die anfallenden Gema-Gebühren sowie die Kosten für den Medienservice trägt die Firma selbst.

Mehrere Hundert Zuschauern fanden den Weg zu den deutschen Spielen. Am Donnerstag waren bereits eine Stunde vor Spielbeginn die meisten Sitzbänke belegt, zum Anpfiff mussten sich die Fans auf den Boden hocken, weil auch an den Stehtischen kein Platz mehr war. Das sollte die Laune allerdings nicht negativ beeinflussen: „Eine wirklich schöne Atmosphäre“, sagte Maximilian Brending, 19 Jahre, aus Melchiorshausen, der bereits zum zweiten Mal das Spiel im Autohaus verfolgte.

„Dadurch, dass das große Public Viewing in Bremen entfällt und die Stimmung im Autohaus während der WM 2014 gut war, bin ich mit meinen Freunden wieder hierher gekommen.“ Am Ende musste er aber wie die meisten anderen Gäste enttäuscht nach Hause gehen.

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