Telefonkabel vermutlich bei Erdarbeiten beschädigt / Gemeinde muss Reparaturarbeiten genehmigen

Schiffstelle: Anwohner vom Festnetz abgeschnitten

Vom Festnetz abgeschnitten: Anwohner der Straße Schiffstelle.
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Vom Festnetz abgeschnitten: Anwohner der Straße Schiffstelle.

Weyhe – Der Bauunternehmer Björn Gudde spricht von einem Desaster. Seit Mittwoch ist er nicht mehr über das Festnetz erreichbar. Er muss auf sein Handy ausweichen. Auch seine Mutter Jutta, beim Hospiz-Verein Weyhe aktiv, sei nicht mehr per Festnetz-Leitung erreichbar, berichtet er. Weitere Anwohner der Straße Schiffstelle seien ebenfalls betroffen.

Nicht nur Telefon, sondern auch Kabelfernsehen funktioniere nicht, so Gudde. Schlimm sei es, wenn man eine Störung meldet, aber der Vertragspartner – in diesem Fall Vodafone – nicht erkennt, dass eine vorliege, sagt der Bauunternehmer. Er äußerte die Vermutung, dass bei Erdarbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln die Telefon-TV-Leitung zerstört worden sei: Der Schaden sei nach Guddes Recherche nur auf seine Straße begrenzt.

Ein Sprecher des Unternehmens Deutsche Glasfaser, das derzeit in Leeste buddeln lässt, teilte mit: „Wenn es mal vorkommt, dass eine Fremdleitung bei Tiefbauarbeiten beschädigt wird, wird umgehend der Eigentümer dieser Leitung darüber informiert. Reparaturarbeiten dürfen auch nur vom jeweiligen Eigentümer selbst durchgeführt werden“, so ein Unternehmenssprecher.

Ende vergangener Woche hatte Vodafone noch mitgeteilt: „Auf Anhieb können wir keine nennenswerte Störung in unserem Kabelglasfasernetz erkennen.“ Auf nochmalige Nachfrage dieser Zeitung hat der Konzern nachgeforscht und nun bestätigt, dass es seit Mittwoch tatsächlich „lokale Einschränkungen“ in einem „sehr kleinen Teil“ des Kabelglasfasernetzes in der Straße Schiffstelle gibt. Betroffen seien Vodafone-Kunden, die vorübergehend nicht das Kabel-TV empfangen, das Breitband-Internet nutzen und im Festnetz via Kabelglasfasernetz telefonieren können.

„Ursache ist ein Kabelschaden an unserer lokalen Zufuhrtrasse. Für die Behebung sind Tiefbauarbeiten notwendig“, so Vodafone-Sprecherin Heike Koring. Aktuell könne das Unternehmen noch keinen Zeitpunkt nennen, wann der Empfang wieder zur Verfügung steht. „Unsere Technik-Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, die Störung zu beseitigen. Wir bitten die betroffenen Kabelkunden um etwas Geduld und um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten“, so Koring.

Wie lange er auf seine freie Leitung mindestens warten muss, habe Gudde selbst herausgefunden. Das Telekommunikationsunternehmen geht laut Gudde „von mindestens zwei Wochen“ aus.

Um die Arbeiten zu erledigen, müsse ein Weg aufgerissen werden. Die dazu notwendigen Erdarbeiten müsse die Gemeinde erst noch genehmigen. Sollten weitere Vodafone-Kunden betroffen sein, könnten sie sich an den Kundenservice wenden: Er ist unter Ruf 0800 / 172 1212 erreichbar.

Von Sigi Schritt

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