Heftige Regengüsse plagen Besucher und Aussteller

Aus dem „Schietwetter“ noch das Beste gemacht

Auch wenn zwischendurch immer wieder die Sonne hervorlugt: Der Regenschirm ist das persönliche Utensil des Tages. - Foto: Jysch

Leeste - Von Rainer Jysch. Mehr Regen als Sonne hat der Wettergott dem Leester Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag beschert. Ab und zu fegten heftige Regenböen über die Leester Straße und vertrieben zeitweise die Besucher. Einige mobile Aussteller hatten das wohl vorausgeahnt und ihre Zusage storniert, wie Carsten Hauch, Vorsitzender der Leester Werbegemeinschaft, bedauerte.

Bereits seit „gefühlten“ 20 Jahren wird der Herbstmarkt von der Werbegemeinschaft organisiert und hat somit eine viel längere Tradition als der Leester Frühlingsmarkt, so Hauch.

Unter den Absagen litt vor allem der Kunsthandwerkermarkt beim Busplatz, auf dem sich nur vereinzelt Anbieter mit ihren Ständen verloren. Schmuck, Gartendekorationen und Holzarbeiten gab es dort zwischen den Regenpfützen zu kaufen. Sehr guten Zulauf hatten dagegen die mobilen Verkaufswagen mit Speisen und Getränken. War es doch für viele Besucher eine willkommene Gelegenheit, die heimische Küche kalt zu lassen und das Mittagessen als Imbiss im Stehen unter einem der regensicheren Dächer einzunehmen. Wetterfeste Unterstände hatten auch die verschiedenen Getränkeanbieter im Angebot. So hatte der Regen auch etwas Gutes: sich fremde Besucher, die dichtgedrängt unter den Zeltdächern Schutz vor dem Regen fanden, kamen zwanglos ins Gespräch.

Einen kleinen Flohmarktstand hatte Silke Hoffmann beim Geschäft „Der Schreibladen“ mit Schülern der Flüchtlings-AG der Gesamtschule Leeste aufgebaut. Geschirr, Spielsachen, Elektrogeräte und andere Flohmarktartikel suchten dort neue Käufer. „Wir geben jeden Artikel für einen Euro ab. Der Erlös geht an die Flüchtlingshilfe in Weyhe. Bei den Neuankömmlingen fehlt es am Notwendigsten“, sagte Silke Hoffmann zu der Aktion.

Herbstmarkt in Leeste

Die Leester Straße war zwischen Busplatz und Rewe-Markt für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt worden. Die Esso-Tankstelle hatte folglich ihre Zapfsäulen außer Funktion gesetzt und dafür eine Hüpfburg und andere Spielgeräte für junge Besucher aufgebaut. Ein Kinderkarussell drehte sich zur Belustigung der Jüngsten an einer anderen Stelle der Leester Straße.

Mit einem „Tag der offenen Tür“ hatte das Schuhhaus Hüsing anlässlich des Herbstmarktes eine besondere Aktion vorbereitet. Neben dem Sonntagsverkauf gab der Betrieb interessierten Besuchern Einblick in seine Werkstätten.

„Das Wetter lässt sich nicht planen, das ist Schicksal“, nahm Carsten Hauch die Kapriolen an diesem Tag gelassen hin. „Ändern kann man das ohnehin nicht.“

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