Schausteller aus Weyhe zu Gast auf dem Bremer Freimarkt

Ein „Heimspiel“ auf der Bürgerweide

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Jenny Veldkamp bietet beim Hauptbahnhofausgang Süßigkeiten an.

Weyhe/Bremen - Von Vanessa Siemer. „Nochmal, nochmal, nochmal!“, schreit ein kleiner Junge freudestrahlend, als er von der „Bayern Rutsch'n“ zu seinen Eltern läuft. Viele Besucher tummeln sich am Geschäft der Weyher Schaustellerfamilie Schierenbeck.

Peggy Schierenbeck betreibt die „Bayern Rutsch'n“.

Klein und Groß kommen hier her und wollen hinuntersausen. „Besonders Wettrutschen ist sehr beliebt“, sagt Peggy Schierenbeck. Zum zweiten Mal ist die Schaustellerin aus Leeste mit dem Fahrgeschäft „Bayern Rutsch'n“ dabei. „Man trifft hier viele Bekannte. Viele Freunde winken und freuen sich, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Der Freimarkt ist für uns Heimspiel“, sagt sie.

Von 13 bis 23 Uhr ist Schierenbeck mit ihrem Team auf dem Markt vertreten, an Sonntagen auch schon ein bisschen früher. Auch mit den Einnahmen sei sie mehr als zufrieden, sagt die Leesterin. „Die Gäste feiern und haben Spaß. Das ist für uns Schausteller sehr schön.“ Nach dem Freimarkt gehe es für die „Bayern Rutsch'n“ in die Nähe von Frankfurt, auf ein fünftägiges Traditionsfest. „Danach haben wir erstmal Pause.“ An Ostern beginnt die nächste Saison.

Familie Fischer bewirtet Gäste in der Friesendiele.

Nicht nur für Familie Schierenbeck ist der Freimarkt ein Heimspiel. Der Erichshofer Anton Fischer und sein Sohn Simon betreiben den Ausschankbetrieb „Friesendiele“. Sie bewirten seit 14 Jahren ihre Gäste auf der Bürgerweide, so Fischer. Vor dem Freimarkt waren Vater und Sohn auf dem Oldenburger Kramermarkt. „Wir hatten deshalb nur vier Tage Zeit für den Aufbau, doch das ist keine Schwierigkeit für uns. Unser Team hat oft nur wenige Tage für die Vorbereitungen“, erklärt Simon Fischer. „Ich bin in Leeste zur Schule gegangen und sehe auf dem Freimarkt immer viele ehemalige Schüler. Es ist schön, dass man eine Menge Bekannte trifft“, sagt er erfreut. Mit zwei Festangestellten und acht Aushilfskräften bedienen sie die Besucher von 13 Uhr bis 23 Uhr, an Freitagen und Samstagen auch bis 24 Uhr.

„Bisher hatten wir einen sehr guten Start. Am ersten Tag hat es zwar geregnet, doch das war nicht schlimm, da durch das Feuerwerk trotzdem viele Besucher gekommen sind“, erklärt der Weyher. Auch die Stimmung sei sehr gut. „Freimarkt ist in Bremen die fünfte Jahreszeit. Egal ob Familie, Firmen oder Cliquen – alle feiern ausgelassen.“

Ein erstes Fazit will Simon Fischer noch nicht ziehen. „Dafür ist es zu früh.“ Das könne er erst am Ende. Solch ein Fest sei immer anders, es hänge sehr stark vom Wetter ab. Doch die Tendenz sei positiv, erklärt er. Auch seine Schwester Jenny Veldkamp ist auf dem Freimarkt zu finden. Mit ihrem Zuckerstand steht sie direkt am Bahnhofsausgang. „Für uns war das Startwochenende eher verhalten, doch seit Montag ist der Freimarkt sehr gut besucht. Wir denken, dass es so weitergeht.“ Die Ferien seien ein Vorteil, viele Kinder würden nachmittags zur Bummelmeile kommen. „Wenn die Bremer den Freimarkt besuchen, bekommen sie gute Laune, und wenn sie wieder gehen, schaut man immer noch in fröhliche Gesichter der teilweise durchaus betrunken Besucher“, schmunzelt Jenny Veldkamp. „Freimarkt macht einfach Spaß“, teilt auch sie die Meinung der anderen Weyher Schausteller. Nach dem Freimarkt geht es für sie weiter. Ziel ist der Weihnachtsmarkt in Hamburg. „Für uns ist es im Moment eine stressige Zeit. Bis Anfang Januar bleiben wir an der Elbe. Danach ist erst einmal Pause.“ Auf der Osterwiese in Bremen startet ihre Saison wieder.

Party auf dem Freimarkt mit H.P. Baxxter

Der Samstag auf dem Freimarkt

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