Marode Fenster und defekte Duschen

Sanierung der ZSA in Weyhe: Anpiff für Planungen

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Die Fenster der ZSA sind marode. 

Weyhe - Von Katharina Schmidt. Der Umkleidebereich der Zentralsportanlage (ZSA) in Weyhe hat schon bessere Tage erlebt. Die Fenster sind marode, in den Umkleidekabinen ist es eng. Duschen, die die ganze Nacht vor sich hinplätschern, tun ihr Übriges. Wie drastisch ist die Lage? Welche Möglichkeiten gibt es, um Sportlern etwas mehr Komfort zu bieten? Und was würde eine Sanierung, eine Erweiterung oder gar eine komplette Erneuerung kosten?

Diese Fragen soll die Gemeinde nun beantworten. Dafür hat sich der Ausschuss für Sport und Kultur am Dienstag ausgesprochen. Die Entscheidung fiel einstimmig. Einen entsprechenden Antrag hatte zuvor die SPD gestellt (wir berichteten).

Nicht nur die anderen Fraktionen unterstützten die Anregung der Sozialdemokraten, die Räume der ZSA unter die Lupe zu nehmen. „Ich halte das für absolut sinnvoll“, sagte Zuhörerin Kerstin Daneke. Der Umkleidebereich sei zu klein. Vor allem an Wochenende werde es eng. Daneke erzählte, dass ein Schiedsrichter ein Spiel vor Kurzem erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen habe, weil er sich nicht vorher umziehen wollte – dazu hätte er sich eine kleine Kabine mit einem anderen „Schiri“ teilen müssen.

Wolfgang Schaumann, Vorsitzender des Gemeindesportrings, wies darauf hin, dass die Zentralsportanlage in den 70er-Jahren erbaut worden sei. Seitdem habe nicht nur die Zahl der Mannschaften, die die Umkleiden nutzen, zugenommen. Es gebe auch mehr Sportlerinnen, die sich getrennt von den Männern umziehen. Diese Entwicklung sollte seiner Meinung nach bei den Überlegungen, wie es mit der ZSA weitergeht, berücksichtigt werden.

Varianten sollen durchgeprüft werden

Dass etwas passieren muss, da waren sich alle einig. Annika Bruck (Die Grünen) stellte jedoch die Frage in den Raum, ob der Grundriss geändert werden müsse. Sie gab zu bedenken, dass man „in Teufels Küche komme“, wenn man alle älteren Liegenschaften auf den neuesten Stand bringen wolle. Sie verwies auf weitere Problemstellen, wie die Toiletten der Kita Jahnstraße, und warnte vor utopischen Vorstellungen.

Jürgen Borchers (SPD) betonte: „Wir wollen nicht unbedingt, dass alles neu gemacht wird. Wir wollen aber, dass die Varianten durchgeprüft werden.“ Genau das soll jetzt passieren. Laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte wird die Verwaltung in Absprache mit den Nutzern der Sportanlage verschiedene Sanierungsmöglichkeiten und deren Kosten erarbeiten: eine minimalistische Variante, bei der nur das Nötigste gemacht wird, eine mittlere Variante und eine maximale. Dann liege es an der Politik, zu entscheiden, welche weiter verfolgt werden soll.

Aus dem Energiebericht der Gemeinde geht laut der SPD zudem hervor, dass die Verbräuche von Strom, Gas und Wasser der ZSA gestiegen sind. Auch hier soll die Gemeinde prüfen, inwiefern Handlungsbedarf besteht.

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