Neue Umkleiden und Duschen

Sanierung der Sporthalle in Melchiorshausen kostet 70.000 Euro

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Die Halle soll eine eigene Stromversorgung bekommen.

Melchiorshausen - Für einen Betrag von rund 70.000 Euro hat die Gemeinde die Umkleiden der Sporthalle Melchiorshausen saniert. Kürzlich wurden die Arbeiten abgeschlossen. Der Rathausmitarbeiter Ninos Jeddo von der Gebäudewirtschaft präsentierte gestern das neue Erscheinungsbild. Auf einer Fläche von 140 Quadratmetern wurden nicht nur die Duschen runderneuert, sondern auch die Kabinen für Damen und Herren sowie die vier kleineren Toilettenanlagen.

Von Sportlern sowie von der Hacheschule in der Nachbarschaft, die die neuen Umkleiden bereits benutzen, habe Ninos Jeddo positive Reaktionen erhalten. Schließlich wurde über einen längeren Zeitraum im Trakt vor der Sporthalle nichts Größeres gemacht.

Die aus den 1970er-Jahren stammende Halle hatte die Gemeinde vom Landkreis Diepholz übernommen, blickt der Rathausmitarbeiter zurück. „Da ist lange nichts renoviert worden, die Fußböden zum Beispiel sind ungefähr 18 Jahre alt“, so Jeddo. Er berichtete lediglich von kleineren Reparaturarbeiten in der jüngsten Vergangenheit. Mit der Sanierung habe die Gemeinde einem größeren Schaden entgegenwirken wollen. Jetzt laufen die Sportler auf modern wirkenden grauen Fliesen.

Auffällig ist, dass die Verwaltung die Anzahl der Duschen um die Hälfte reduziert hat. Haben sich jahrelang im Umkleidebereich für das weibliche Geschlecht in einem gefliesten Raum zehn Personen gleichzeitig unter den Wasserstrahl stellen können, geht das jetzt nicht mehr. Die Anzahl der Armaturen ist auf fünf reduziert worden – das Gleiche gilt auch für den Herrenbereich.

Schaut sich die neuen, schicken Räume an: Rathausmitarbeiter Ninos Jeddo.

Die Handwerksfirmen verlegten zudem neue Leitungen – für die Heizung und auch für die Duschen und Toiletten. Einen Extrabereich für ein anderes Geschlecht, wie es welche an immer mehr Hochschulen in Deutschland gibt, sucht man im frisch renovierten Bereich in Melchiorshausen vergebens. Spezielle Unisextoiletten gibt es nicht, bedauert Jeddo. Personen müssten sich weiterhin nach der Eingangstür entscheiden, ob sie nach links in den Frauenbereich oder nach rechts in Herrenbereich gehen wollen.

Geschichte sind mittlerweile auch die Sitzgelegenheiten in der Mitte der Umkleiden. Jetzt sitzen die Sportler auf Holzbänken, die allesamt an den Wänden montiert sind.

Die Modernisierungsarbeiten gehen weiter, so Jeddo. So soll der Prallschutz in der Sporthalle ausgetauscht werden. In etwa vier Metern Höhe hängen noch mehrere Stromkabel locker herunter, weil es weder einen Kabelkanal noch eine andere Befestigung gibt. Auch ein Versorgungskabel kommt mitten aus der Wand heraus und führt erst ein paar Zentimeter weiter in ein schützendes Metallrohr. Es sei allenfalls eine optische Herausforderung – Gefahren bestünden aber in keiner Weise. Der Hausmeister sei längst an diesem Thema dran, versichert der Rathausmitarbeiter. Ninos Jeddo erläutert, dass die Sporthalle noch über keine eigene Stromversorgung verfügt. Die Halle werde bislang über ein nachbarschaftliches Gebäude mit Elektrizität versorgt, das dem Landkreis gehört. Die Gemeinde arbeite daran, dies zu ändern, hieß es.

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