Sandra Schörnig malt fotorealistisch

Ahauserin möchte mit ihrer Kuh Emotionen wecken

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Um eine Vorlage für dieses Bild zu bekommen, hat die Künstlerin Sandra Schörnig rund 50 Fotos von einer Schwarzbunten angefertigt. Ihr gefällt der Ausdruck.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Für die Weyher Künstlerin Sandra Schörnig ist eine Kuh nicht nur eine Kuh. Sie ist ein Lebewesen mit einem Ausdruck, einer Haltung. Das interessiert sie, und diesen Moment will sie auf ihrem Bild in Acryl und Öl festhalten. Schörnig malt gerne fotorealistisch. Das Bild der Vierbeinerin will sie in ihrer ersten Einzelausstellung zeigen. Sie beginnt am Sonnabend, 4. November, um 16 Uhr in der Wassermühle Sudweyhe. Der Eintritt ist frei.

Auf ein Motto oder eine Überschrift hat sie bewusst verzichtet und nennt sie einfach „Ohne Titel.“. Die 47-jährige Ahauser Mutter von drei Kindern erklärt dazu, dass sie keinen vorgefertigten Weg gehen wolle. Diese Möglichkeit soll das Publikum ebenfalls bekommen: Die Betrachter sollen sich zu den Bildern eigene Gedanken machen. Zu ihrer Kuh merkt sie an, dass sie persönlich gegen Massentierhaltung sei. Fleisch esse sie aber auch.

Die 47-Jährige will mit ihrer Kunst „Emotionen wecken“. Um das Kuhbild herzustellen, hat sie auf einer Weide ein heimisches Tier fotografiert. „Etwa 50 Bilder habe ich gemacht. Nur eines hat mich zu diesem Werk inspiriert“, erklärt Sandra Schörnig.

Die Ohrenmarkierungen, mit der jede Schwarzbunte gekennzeichnet ist und die die Betrachter vielleicht vermissen, habe sie „aus Datenschutzgründen weggelassen“, sagt sie.

Bis Sonntag, 17. Dezember, will sie auch einen Teil ihrer bereits verkauften Werke der Öffentlichkeit vorstellen.

Seit 1997 in Weyhe zu Hause

Die 1969 in Staaken bei Berlin geborene und seit 1997 in der Wesergemeinde lebende Künstlerin ist schon seit ihrer Kindheit vom Malen und Zeichnen begeistert. Sie hatte von 1986 bis 1989 eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert, hat geheiratet. Nach der Geburt ihres dritten Kindes vergrößerte sich ihr Bedürfnis, ihre künstlerische Tätigkeit auszubauen, berichtet die Kulturbeauftragte Hedda Stock. Sandra Schörnig besuchte von 2006 bis 2008 in der Kunstschule Stuhr einen Kurs zur Aktmalerei unter Leitung der Bremerin Claudia Opper. 

Danach folgte eine Vertiefung an der Hochschule Bremen. Sie belegte bis 2011 ein Weiterbildungsstudium „Gestaltende Kunst“ und besuchte bis 2015 weitere Kurse. Daraufhin begann sie Auftragsarbeiten in Malerei und Zeichnen anzunehmen und leitete in einer Rieder Werkstatt selbst Gruppen an. Bis 2015 stellte sie ihre Bilder in Praxisräumen ebenso aus wie in der Herbstakademie im Speicher XI an der Hochschule Bremen sowie beim Kunstfest in Riede und bei den Kunsttagen in Thedinghausen.

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