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Solidarität mit medizinischem Personal

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Von: Sigi Schritt

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Der Sprecher des Runden Tischs: Gerald Meier, Pastor der Felicianus-Gemeinde.
Der Sprecher des Runden Tischs: Gerald Meier, Pastor der Felicianus-Gemeinde. © Sigi Schritt

Weyhe – Unter dem Motto „Solidarisch in der Krise“ ruft der Runde Tisch gegen Rechts und für Integration in Weyhe zu einer Kundgebung auf. Geplant ist die Veranstaltung für Samstag, 12. Februar, auf dem Marktplatz. In einem Aufruf, der am Dienstagvormittag in den Sozialen Medien geteilt wird, macht der Runde Tisch gegen Rechts deutlich, dass es um eine „solidarische Pandemiebewältigung gegen rechte Querdenker und Verschwörungsfans“ geht.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und wird von Ameel Hotaky musikalisch umrahmt. Laut Programm, das im Netz geteilt wird, sind mehrere Reden geplant: Zunächst wird Gerald Meier, Pastor der Kirchweyher Felicianus Gemeinde, als Sprecher des Runden Tisches die Teilnehmer der Kundgebung begrüßen. Im Anschluss folgen die Reden von Erika Schneider (Diepholzer Erklärung) und Katharina Wriedt (Pflegeteam der Intensivstation Bremen-Mitte).

Dem Runden Tisch gegen Rechts gehören Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und Organisationen an, die sich einem toleranten Miteinander verpflichtet fühlen.

Das Bündnis, das unter anderem auch von Schulen, Kirchen und der Polizei getragen wird, erklärt die Hintergründe der geplanten Kundgebung: Medizinerinnen und Mediziner in Arztpraxen und Krankenhäusern sowie das (Pflege-)Personal stünden „am Limit“. Dennoch würden seit geraumer Zeit im Landkreis Diepholz und speziell in Weyhe „unangemeldete Demonstrationen unter der trügerischen Bezeichnung Spaziergänge gegen die Maßnahmen zur Einschränkung der Covid-19-Pandemie“ stattfinden.

Der Runde Tisch will mit der Kundgebung in der guten Stube der Wesergemeinde erneut ein „klares Zeichen“ setzen. Nach einer abendlichen Demo nun eine Kundgebung am Morgen.

Konkret heißt es im Internet: „Die Zunahme und das Auftreten der radikalen Impfgegner, selbst ernannten Freiheitsboten, Verschwörungserzählerinnen und Coronaleugner können und wollen wir nicht unwidersprochen lassen.“

Der Runde Tisch will sich mit den Corona-Opfern, dem Pflegepersonal und allen, die ihren Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen, solidarisch zeigen.

In seinem Aufruf kritisiert der Runde Tisch „die Instrumentalisierung der Spaziergänge durch Freie Niedersachsen, Reichsbürger, AFD und andere Gruppen am rechten Rand“.

Und weiter heißt es in dem Aufruf: „Gefährliche Verschwörungserzählungen und die nicht vorhandene Distanz zu rechtsextremen und antisemitischen Gruppierungen führen nämlich jene gesellschaftliche Spaltung erst herbei, die die Spaziergänger selbst wehleidig beklagen.“

Von Sigi Schritt

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