Marktplatz Kirchweyhe: Versammlung mit 80 Teilnehmern

Runder Tisch gegen Rechts in Weyhe: „Wir sind wachsam“

Pastor Gerald Meier (l.) und Vize-Bürgermeister Jürgen Borchers (SPD) und weitere Versammlungsteilnehmer zeigen auf dem Marktplatz Präsenz.
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Pastor Gerald Meier (l.) und Vize-Bürgermeister Jürgen Borchers (SPD) und weitere Versammlungsteilnehmer zeigen auf dem Marktplatz Präsenz.

„Wir sind wachsam.“ Das ist die Botschaft, die der Runde Tisch gegen Rechts mit seiner Demonstration am Mittwochabend auf dem Kirchweyher Marktplatz an Querdenker und Corona-Leugner gerichtet hat. Dieses Gremium nehme es nicht hin, dass Corona-Leugner sich als „Spaziergänger“ tarnen und in Weyhe ungenehmigt demonstrieren. Das sagt Gerald Meier, Pastor der Felicianus-Gemeinde, Sprecher des Runden Tisches.

Weyhe – Der Geistliche Gerald Meier freute sich über die vielen Teilnehmer aus den Reihen der Politik, der Verwaltung und der evangelischen Kirchengemeinden. Außerdem zeigten zahlreiche Bürger den Schulterschluss. Die Polizei, mit mehreren Einsatzkräften vor Ort, schätzt die Anzahl der Teilnehmer auf rund 80.

Dem Runden Tisch gehören neben den Kirchengemeinden alle Ratsparteien ebenso wie die Schülervertretungen, die Volkshochschule sowie die Gemeinde an, sagt Pastor Meier. Bei einer Online-Konferenz am Montagabend hätten die Teilnehmer sich für diese Versammlung ausgesprochen, um ein Zeichen zu setzen.

Die Runde möchte den jüngsten Auftritten der Corona-Leugner und Kritikern der Corona-Maßnahmen etwas entgegensetzen, erklärt Meier. Eine Woche zuvor sollen 30 bis 40 von diesen „Spaziergängern“ in Kirchweyhe unterwegs gewesen seien. Thomas Gissing, Sprecher der Polizeiinspektion, sagt, dass in der Vergangenheit nicht nur am Marktplatz, sondern ebenso am Rathaus Menschen gesichtet worden seien, die sich eindeutig gegen die Corona-Maßnahmen ausgesprochen hätten. Diese Demonstrationen seien allesamt nicht angemeldet gewesen. Das ist laut Meier spätestens dann nicht hinnehmbar, wenn Verschwörungstheorien geäußert werden oder rechtsradikale und rechtsextreme Gruppierungen dies für ihre Zwecke missbrauchen. „Eine Spaltung der Gesellschaft nehmen wir nicht hin. Wir stehen für ein friedvolles Miteinander.“ Aus Sicht von Pastor Meier seien solche „Spaziergänge“ problematisch, bei denen die Teilnehmer Parolen skandieren und ihre krude Meinung verbreiten.

Von Sigi Schritt

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