Rund 30 verschiedene Workshops zum Thema Kultur

FSJ-Absolventin Annika Hinz stellt Projekttag auf die Beine

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Kommt aus dem Senegal: Meissa Code Diop zeigt den Jugendlichen verschiedene Trommelrhythmen

Kirchweyhe - Von Vanessa Siemer. Zum Ende ihres freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) im Kulturbereich, hat Annika Hinz, 19, kürzlich einen Projekttag in der KGS Kirchweyhe veranstaltet. Unter dem Motto „Musikulti“, konnten knapp 600 Schüler aus rund 30 unterschiedlichen Workshops wählen.

Die Grundidee sei Kulturvermittlung gewesen, sagte Hinz. Sie habe etwas organisieren wollen, bei dem Kultur intensiv fühlbar werde, da das Selbsterleben eine ganz andere Form als beispielsweise ein Vortrag sei. Außerdem habe sie die Musik als Grundstein für neue Freundschaften und Auseinandersetzungen mit den Kulturen der Welt nutzen wollen, erklärte Hinz.

Schulleiterin Karin Busch und der Fachbereichsleiter für musisch-kulturelle Bildung, Andreas Erbe, hatten ihr bei der Planung geholfen. Seit Oktober war sie mit der Ideenfindung und der Planung beschäftigt.

„Ich freue mich, dass es so unterschiedliche Workshops gibt. Wenn ich einen Zeitumkehrer hätte, dann würde ich überall mit dabei sein“, schwärmt Hinz. Zusammen mit ihren Freundinnen Neele Thienert, Laura Lumma und Julia Kämmerer leitete sie den „Cup-Song“-Workshop, bei dem sie das Lied aus dem Film „Pitch Perfect“ mit einigen Schülern einstudierten.

„Feste in anderen Ländern“, „Micky Mousing“, „Internationale Spiele“, „Spanische Kinderlieder und Märchen“, „Sambatrommeln“, „Brettspiele“ und „Esskulturen“ waren weitere der Workshops, die angeboten wurden.

Der Senegalese Meissa Code Diop leitete die Aktion „Der Klang von Djembé“. Bei ihm lernten die Schüler verschiedene Trommelrhythmen kennen. Sie spielten auf einer Djembé, einer kelchförmigen Trommel, die aus Westafrika stammt. Gleichzeitig erzählte er den Schülern von Afrika. Vorher hatten sie noch nie eine Trommel in der Hand gehabt, für sie war es eine neue Erfahrung.

André Moraes, 25, ein Freund von Annika Hinz, war eigens aus Portugal angereist, um mit Schülern von 15 bis 17 Jahren im Workshop „All together now!“ zu arbeiten. Nach vier Stunden war er begeistert. Für ihn sei es eine Herausforderung gewesen und eine gute Chance, um zu sehen, wie die Menschen in Deutschland auf seine Musik reagieren würden. Es sei mehr ein Austausch von Wissen gewesen als Unterricht, verrät der 26-Jährige.

Lea Lammertz, 15, aus Lahausen, war begeistert. „André ist witzig, er hat oft Späße gemacht, und man konnte ihn gut verstehen, obwohl er fast nur Englisch gesprochen hat“, berichtet sie. „Wir haben etwas über Rhythmus- und Taktgefühl gelernt“, ergänzt Nicolas Sakiri, 15, aus Kirchweyhe.

Fast 170 Schüler aus den Jahrgängen fünf bis zehn nahmen an dem Hip-Hop-Workshop unter Leitung von Eddie Uluer teil. In der Turnhalle lernten sie eine leichte und eine schwerere Choreografie zu bekannten Liedern, die zusammen ungefähr fünf Minuten dauerten. Wie es war? „Voll cool“, schwärmten die beiden elfjährigen Eske Ebert und Maja Schlüssel. „Bei der Choreografie muss man sich konzentrieren und es ist ganz schön anstrengend“, erklärte Maja. „Der Lehrer ist nett und die Musik ist toll“, fand auch Eske.

Schulleiterin Karin Busch betreute den Workshop „Bridge“, bei dem sie zusammen mit den Teilnehmern Karten spielte. „Kultur ist sehr vielfältig. Spiele sind Kultur in ihrer weitesten Ausdehnung“, erklärte sie.

In der fünften und sechsten Schulstunde präsentierten einige Schüler, was sie hergestellt oder einstudiert hatten.

Annika Hinz war rundum zufrieden. „Ich bin begeistert, was die Schüler in nur vier Stunden gelernt haben – ich kann einfach nur sagen, dass es toll ist“, schwärmte sie.

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