Hacheschule: Seit vier Wochen in Melchiorshausen

Rund 100 von 157 Schülern sind nach Weyhe umgezogen

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Rektorin Lore Schmusch, Stellvertreterin Christiane Bier (vorne) und Hausmeister Björn Müller bringen symbolisch das Schild der Hacheschule am Landkreis-Gebäude an der Gartenstraße an.

Melchiorshausen - Von Sigi Schritt. „Der Umzug des Förderzentrums Hacheschule von Syke nach Weyhe ist aus Sicht von Bettina Blöchl gut gelaufen: Die Leesterin ist Mutter von Anthony (6) und sagt erfreut, dass ihr Kind jetzt „einen besonders kurzen Schulweg hat“. Doch auch die Mädchen und Jungen aus anderen Kommunen seien zufrieden und hätten sich in den vergangenen vier Wochen ebenfalls gut eingelebt. „Die Kinder sind gut in Weyhe angekommen.“

Als gelungen bezeichnet die Mutter das Ergebnis der Anstrengungen des Landkreises, die Kinder aus dem gesamten Nordkreis abzuholen und wieder in die Heimatgemeinden zu bringen. Der Schulträger hatte eine kombinierte Bus- und Taxi-Beförderung auf die Beine gestellt.

Wie Blöchl äußerten sich auch Rektorin Lore Schmusch und Konrektorin Christiane Bier zufrieden. Die Förderschule Lernen, Sprache und Geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche mit attestiertem Förderbedarf „bleibt die gleiche, wir haben nur das Gebäude gewechselt“, erinnert die Rektorin. Zwar seien noch längst nicht alle Kartons ausgepackt, doch immerhin laufe der Betrieb wieder geräuschlos auf Touren, berichtet sie.

Förderklassen „Sprachen“ und „Lernen“ in Weyhe

Der Wechsel war notwendig geworden, weil der Schulträger beabsichtigt, im Syker Domizil eine Pflegeschule zu eröffnen. Deshalb zogen die Förderklassen „Sprachen“ und „Lernen“ nach Weyhe. Weiterhin kooperiert die Einrichtung mit 35 Schulen im Nordkreis. Für den Teil der Schüler, die in anderen Ortsteilen und Kommunen unterrichtet würden, hat sich nichts geändert. Die Schule an der Gartenstraße spiegele also nicht die Bedeutung des vernetzten Förderzentrums im Nordkreis wider, so Konrektorin Christiane Bier.

„Im Rahmen der Inklusion haben Eltern die Wahl, ob ihre Kinder die örtlichen Grundschulen und weiteren Sek-I-Bildungssstätten besuchen oder die Hacheschule“, ergänzt Schmusch. Deshalb seien zwischen Weihnachten und Neujahr von den insgesamt 80 Lehrern nur 20 und nach den Ferien von den insgesamt 157 Schülern etwa 100 in das Melchiorshauser Gebäude gezogen. Erstmals würden an diesem Standort wieder Erstklässler unterrichtet.

„Wir müssen hier erst alles in den Griff bekommen“

Nach den ersten vier Wochen gehe es darum, das schon gute Schulklima zu verbessern. Dazu wollen die Lehrer eine Projektwoche anschieben, die aber erst nach den Osterferien über die Bühne geht. „Wir müssen hier erst alles in den Griff bekommen.“ Bei einem Rundgang deutete die Rektorin auf zahlreiche Kartons, die noch ausgepackt werden müssen. „Vom Bunsenbrenner bis zum Webstuhl ist vieles mitgekommen.“ Obwohl das Personal sprichwörtlich den Laden in Syke ausgemistet und viel Unnützes wie beispielsweise Verwaltungsblätter von 1972 weggeworfen habe, müssten die Pädagogen hinter den Kulissen noch fleißig sein. „Alle Materialien müssen so gängig gemacht werden, dass sie für den Lehrbetrieb gut eingesetzt werden können“. Außerdem müsse das Archiv noch eingerichtet werden. „Zeugnisse müssen 50 Jahre aufgehoben werden“, erklärt die Konrektorin.

Erfolgreich seien ebenfalls die Gespräche mit dem Sportverein TSV Blau-Weiss Melchiorshausen und anderen Organisationen verlaufen, die die Sport- und Schwimmhalle am Vormittag nutzen. „Die Hallen gehören nicht dem Kreis, sondern der Gemeinde. Aber die Verwaltung hat Lösungen erarbeitet, um dort Unterricht zu ermöglichen.“ Das Blasorchester und die VHS können abends die Schule nutzen. „Nur die Nachmittagsveranstaltungen sind nicht mehr möglich“, so Bier. Die Gemeinde habe Abhilfe geschaffen, sagt sie.

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