„Run for help“ für Camp im Libanon

Neuer Zweck, alter Ablauf

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Ulrich König bei einem Empfang des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Archivfoto: Bundespräsidialamt

Weyhe - Von Philipp Köster. Das Eine-Welt-Forum richtet in diesem Jahr den Blick statt auf Mosambik auf den Nahen Osten. Nachdem der in der KGS Leeste hervorgegangene Verein in den 27 Jahren seines Bestehens in dem afrikanischen Land Schulen errichtet hat, soll jetzt ein Flüchtlingscamp im Libanon unterstützt werden. „Wir wollen in der Region helfen, wo die Probleme entstehen“, sagt Mitinitiator Ulrich König, ehemaliger Lehrer an der KGS.

Hilfe bedeutet finanzielles Engagement. Zwar nicht mehr für Mosambik, aber mit dem bewährten „Run for help“, also einer Benefiz-Laufveranstaltung. Sie geht am Freitag, 11. März, ab 10.30 Uhr an der KGS über die Bühne. Start ist der Sportplatz. Bei der 16. Veranstaltung dieser Art laufen, skaten oder gehen die Schüler wieder auf einem zwei oder acht Kilometer langen Kurs. Für jeden absolvierten Kilometer haben sie zuvor mit Sponsoren einen Betrag vereinbart. Möglich sind auch pauschale Zuwendungen. „Zumeist stammt das Geld von den Familien, seltener von Firmen“, sagt der pensionierte König. „Vielleicht ist das aber in diesem Jahr anders“, hofft er auf rege Beteiligung von Geschäftsinhabern oder Bürgern, die nicht (mehr) direkt etwas mit der KGS zu tun haben.

In den Vorjahren haben die Kinder und Jugendlichen jedes Mal etwa 40000 Euro erlaufen. „Ich wundere mich, wenn in Bremen ganze Schulen unterwegs sind und dann nur 2000 Euro zusammenkommen.“

Insgesamt haben die Weyher bereits mehr als eine halbe Million Euro für das Eine-Welt-Forum gespendet. Das Geld wurde aufgestockt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der EU, der Sternsinger-Aktion und der Bingo-Stiftung, so dass dank des Forums mehr als 2,5 Millionen US-Dollar in den Schulbau in Mosambik flossen.

Eingebettet in den

Anti-Rassismus-Tag

Bildung ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Unterstützung im Libanon, sagen Ulrich König und seine ebenfalls pensionierte frühere Kollegin Christa Rödiger. In dem Camp im Libanon lebten früher vorwiegend palästinensische Flüchtlinge, heute sind es Syrer. Traumatisierte Kinder sollen dort in den Genuss von Therapien, Nachhilfeunterricht, Sport, Kunst und Musik sowie Computerkursen kommen.

Beim „Run for help“ machen außer Kindern der KGS Leeste auch wieder Grundschüler aus Erichshof mit, außerdem dabei die Sprösslinge der benachbarten Grundschule Leeste. Die KGS Kirchweyhe plant indes eine eigene Veranstaltung im Juni.

Eingebettet ist der Laufvormittag in den Anti-Rassismus-Tag an der KGS. Von 8 bis 9.30 Uhr gibt es Referate, Workshops und künstlerische Angebote. So erzählen zum Beispiel zwei sudanesische Migranten von ihrer Flucht aus Afrika nach Weyhe, kündigen die Elftklässler Marie Guse, Alicia Wallenssus und Pascal Seidel an.

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