Im Ausschuss für Bildung und Freizeit

Ruhestörung am Denkmal: Anwohner macht seinem Ärger Luft

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Dieses Denkmal ist ein Sanierungsfall und das Gelände drum herum ein beliebter Partytreffpunkt. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Den Bericht des Gemeindearchivars Hermann Greve im Ausschuss für Bildung und Freizeit hat ein Erichshofer Bürger zum Anlass genommen, um seinem Ärger Luft zu machen. Er wohnt in der Nähe des Kriegerdenkmals und lehnt bei der geplanten Umgestaltung einen Jugendtreff ab.

Nach den Darstellungen eines Anwohners halten sich Jugendliche regelmäßig bei diesem Denkmal auf und veranstalten Partys. Er berichtete dem Ausschuss, dass die Feiernden Flaschen und Scherben ebenso hinterlassen wie Pizzakartons.

Seit zweieinhalb Jahren würden diese Jugendlichen „die Leute nachts aus dem Bett holen“. Mehr noch: Neben dem Abfall, den die jungen Menschen hinterlassen, hätten Einzelne aus der Gruppe im Rausch Eier an Hauswände geworfen.

Der Gemeindeachivar zeigte Verständnis: Er habe selbst dort Hinterlassenschaften beobachtet. Greve erklärte allerdings, was dort passieren soll. Er will Schüler und Jugendliche in die Planungen zur Sanierung miteinbeziehen, aber ein Jugendtreff sei absolut nicht geplant. Es gehe grundsätzlich darum, den Heldenkult zu relativieren und die Zeichen historisch-kritisch einzuordnen. Auch Anwohner könnten sich an diesem Prozess beteiligen.

Sanierung unumgänglich 

Laut Greve führt an der Sanierung des derzeit abgesperrten Denkmals kein Weg vorbei. Jahrezehntelang hatte sich Regen einen Weg ins Innere gesucht und so den verwendeten Stein beschädigt. Nach Greves Vorstellungen sollen Jugendliche ein Konzept erarbeiten, wie die Tafeln wieder verwendet werden, ohne das Denkmal nachzubauen. 

„Alles was da ist, soll wiederverwendet werden“, so Greve. Auch soll auf dem etwa 1 000 Quadratmeter umfassenden Areal die Begrünung im Bestand bleiben. Eine andere Anwohnerin äußerte sich dazu positiv. Sie möchte die Pflanzenwand als Sicht- und Lärmschutz behalten.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte reagierte sofort und versprach dem Erichshofer Anwohner, sich der Sache anzunehmen. Der Verwaltungschef habe durch die Schilderung zum ersten Mal von einer massiven Ruhestörung erfahren.

Allerdings machte Bovenschulte auch deutlich, dass die Gemeinde weder eine Patentlösung noch den Stein der Weisen habe. Dass sich diese Situation für den Pensionär sofort verbessere, könne er nicht versprechen, bat Bovenschulte um Verständnis.

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Gemeinde will „Heldenkult“ mit Tafeln an Kriegsdenkmälern einordnen

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