Gemeinde reagiert auf Kritik und will Holzpoller installieren

Rowdys brettern über Bushaltestellen-Pflasterungen

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Die beiden Haltestellen sollen die Straße „In den Fuhren“ verjüngen und den Verkehr dadurch beruhigen.

Jeebel - Von Sigi Schritt. Anwohner des Hecken- und des Föhrenwegs sind verärgert: Verkehrsrowdys brettern mit ihren Autos über die Hochpflasterung von zwei Haltestellen. Beide befinden sich an der Straße „In den Fuhren“ und liegen sich gegenüber. Eigentlich sollten die Haltestellen an dieser Stelle, also in der Höhe des Wohngebiets, den Verkehr zwischen Jeebel und Sudweyhe verlangsamen. Allerdings tritt seit mehreren Wochen ein gegenteiliger Effekt auf.

Kritik kommt auch vom Bürgerbusverein. Deren Linie 116 fährt die beiden Haltestellen jeweils vier Mal am Vor- und am Nachmittag an. Die Fahrer kennen die Problematik. „Wenn Autofahrer über den Wartebereich fahren, ist das nicht lustig“, sagt Vorsitzende Regine von Larcher. Auch wenn niemand auf den Metallsitzen Platz genommen hat, bleibt der Regelverstoß nicht folgenlos. So lasse es sich nicht vermeiden, dass die Reifen Dreck abwerfen. Ein weiteres, mögliches Problem: Die Pflasterung könnte sich senken und zu einer Stolperfalle werden.

Der Bürgerbusverein sei erstaunt gewesen, als Ende des vergangenen Jahres die neue Haltestelle (Richtung Kirchweyhe) genau gegenüber der ersten (Richtung Sudweyhe) installiert worden ist, berichtet von Larcher. Wenn der Verein die neue benutzt, um dort die regelmäßigen Pausen einzulegen, geht es deshalb nicht, weil der Linienbus die Fahrbahn für den motorisierten Verkehr komplett blockiert – nur noch Radfahrer kämen dann durchs Nadelöhr. Autofahrer nehmen aber keinen Umweg durchs Wohngebiet, sondern nutzen die rampenähnliche Auf- und Abfahrt, die aus Gründen der Barrierefreiheit errichtet worden waren.

Kritik der Anwohner

„Wir haben uns an die Gemeinde gewendet“, sagt von Larcher. Die Vorsitzende hat vorgeschlagen, die Haltestellen mit Grasgittersteinen zu verlängern. In Fahrtrichtung Kirchweyhe könnte so ein Abstellplatz für den Bus geschaffen werden.

Die frischen und älteren Reifenspuren zeigen es deutlich: Mehrere Autos befuhren die Wartezone.

Die Gemeinde reagiert auf die Kritik der Anwohner und auf die Vorschläge der Mitglieder des Bürgerbus-Vereins. Wie Doris Salomé, Leiterin des Fachbereichs Bau und Liegenschaften, auf Anfrage sagt, will die Verwaltung die Stelle „für Verkehrsrowdys unattraktiver“ machen.

Der Bauhof soll die vom Bürgerbusverein vorgeschlagenen Steine in den derzeit noch unbefestigten Seitenraum einbringen, wenn das Wetter es zulässt. Dieser Seitenraum wird zusätzlich so bearbeitet, damit „Regenwasser von der Straße besser ablaufen“ und dort versickern kann. Salomé kündigt an, dass der Bauhof die Haltestellen zusätzlich mit Holzpollern ausstatten wird.

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