Pflanzaktion in Leeste

Rotary Clubs spenden Tulpenzwiebeln für Polio-Impfungen

Für den guten Zweck sind Olaf Meyer-Runnebohm (l.), Präsident des Rotary Clubs Syke-Utbremen, und Robert-Jan Stüssel, Assistant Governor des Rotary Clubs Syke, zur Tulpenpflanzaktion auf eine Obstbaumwiese in Leeste gekommen.
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Für den guten Zweck sind Olaf Meyer-Runnebohm (l.), Präsident des Rotary Clubs Syke-Utbremen, und Robert-Jan Stüssel, Assistant Governor des Rotary Clubs Syke, zur Tulpenpflanzaktion auf eine Obstbaumwiese in Leeste gekommen.

Mit einer groß angelegten, gemeinsamen Tulpen-Pflanzaktion haben der Rotary Club Syke und der Rotary Club Syke-Utbremen auf der Obstbaumwiese an der Straße In der Grämme in Leeste mit dafür gesorgt, dass die Welt der Ausrottung von Kinderlähmung (Poliomyelitis – kurz: Polio) einen Schritt näher kommt.

Leeste – Aus Anlass des Welt-Polio-Tages am 24. Oktober 2021 haben die beiden Rotary Clubs insgesamt 7 500 Tulpenzwiebeln gespendet, die am Samstag von mehr als 20 Mitgliedern eigenhändig zwischen den Obstbäumen eingepflanzt wurden. Etwa im April nächsten Jahres werden die Tulpen ihre rot-gelben Blüten zeigen. Ein Teil des Kaufpreises für die Tüten mit je zehn Tulpenzwiebeln der Sorte „Triumph“ dient als Spende zur Bekämpfung der hochansteckenden, nicht heilbaren Infektionskrankheit, die hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren befällt. „Für jede Tulpen-Zwiebel eine Polio-Impfung“ steht auf jeder der 750 Tüten. Die Pflanzaktion wird zu 100 Prozent von Rotary finanziert. „End Polio Now“ heißt die weltweite Impfschutz-Aktion der Rotary Clubs.

Pakistan, Nigeria und Afghanistan noch von Polio betroffen

„Polio ist eine Geißel. Und Rotary hat sich vor über 40 Jahren zum Ziel gesetzt, die Krankheit auszurotten“, erklärte Robert-Jan Stüssel, Assistant Governor des Rotary Clubs Syke. „Jede Spende, die Rotary zusammenbringt, wird in gleicher Höhe von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung ergänzt, also verdoppelt.“ Heute sei man so weit, dass Polio fast ausgerottet ist. Die letzten der betroffenen Länder seien Pakistan, Nigeria und Afghanistan, so Stüssel. In diesen Ländern habe man lange Zeit Vorbehalte gegen die Impfmaßnahme gehabt und befürchtet, dass die Impfung einen ganz anderen Hintergrund haben könnte. „Mittlerweile haben aber auch diese Länder erkannt, dass es richtig und gut ist, die Impfungen durchzuführen. Wir sind optimistisch, das Ziel der weltweiten Ausrottung von Polio in ein paar Jahren erreichen zu können.“

Ausgerüstet mit Spaten und Zwiebelpflanzern gingen die Rotary-Mitglieder auf dem 7 000 Quadratmeter großen, gemeindeeigenen Gelände zu Werke und brachten die Tulpenzwiebeln zwischen den Obstbäumen und am Feldrand in die Erde.

Erste Obstbäume auf der Wiese in Leeste 2017 gepflanzt

Die Anpflanzung der ersten Obstbäume im November 2017 wurde durch die Rotarier, zuletzt 2020, jedes Jahr mit weiteren Obstbäumen ergänzt. „Wir wollen natürlich auch, dass hier ein Platz entsteht, wo sich die Menschen einfach mal niederlassen und die Natur genießen können“, so Stüssel.

Neben der reinen Tulpen-Pflanzaktion haben die Rotarierinnen und Rotarier sich an diesem Tag auch um die Pflege der Obstbäume gekümmert. Da, wo nötig, wurde gegossen und gedüngt, damit die Bäume gestärkt ins nächste Frühjahr gehen. Bei einigen der jungen Bäumchen wurden defekte Pflanzstöcke ausgetauscht. „In den trockenen Sommern gab es hier auch Gießaktionen, die wir organisiert haben“, berichtete der Assistant Governor.

Am Nachmittag belohnten sich die Tulpenpflanzer mit Kaffee und Kuchen. Robert-Jan Stüssel: „Ich freue mich schon auf das farbenfrohe Ergebnis der heutigen Tulpenpflanzung im nächsten Jahr.“

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