Didi Heumann öffnet seinen Garten im Jeebel

Rosenfestbesucher trotzen dem Regen

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Mit Schirmen ausgestattet erkunden die Besucher den Garten des ehemaligen Internisten Diedrich Heumann und lassen sich von ihm über Färbung, Wachstum, aber auch den Befall mit Mehltau informieren. 

Jeebel - Von Uwe Goldschmidt. Regenschirme haben am Sonntag das farbliche Kontrastprogramm im Rosengarten von Diedrich Heumann im Jeebel geboten. Alle zwei Jahre öffnet der auch als „Dididoktor“ bekannte, ehemalige Internist seinen Garten und präsentiert mehr als 500 Rosengewächse und eigene Züchtungen bei Musik und Kaffee.

Eigentlich sollte zunächst, wie es Tradition ist, ein Gottesdienst im Garten das Fest eröffnen. Doch Petrus hatte andere Pläne. Eine Stunde vor Beginn öffnete er alle Schleusen, so dass die Gottesdienstbesucher kurzerhand in die Felicanuskirche umgeleitet wurden. „Petrus kunn dat Wooter nich anholn“ stand unter dem Zettel, der den Weg in die Kirche wies. Auf Platt hielt dann auch Gert Brüning die Predigt in der Kirche, der Kirchweyher Posaunenchor begleitete den Gottesdienst unterstützt durch Musiker aus Riede und Brinkum. Anschließend ging es zurück in Heumanns Garten.

Dort hatte in der Zwischenzeit der Arbeitskreis Weyhe der Kindernothilfe einen Pavillon aufgebaut und verkaufte Bratwürste sowie Getränke für den guten Zweck. Waren beim vergangenen Mal noch viele Kunsthandwerker vor Ort, wollten diese wohl angesichts der Wetterlage ihre Objekte und Skulpturen nicht dem Regen aussetzten und blieben bis auf eine Ausnahme dem Fest fern.

Rosenfest beim Dididoktor

Gegen Mittag füllte sich der Garten merklich. Ausgestattet mit Regenschirmen und wetterfester Kleidung durchstöberten die Besucher alle Winkel des Anwesens auf der Suche nach Blüten und rankenden Rosenstöcken.

Diedrich Heumann ließ es sich nicht nehmen, die Rosenarten zu erklären, um auf Herkunft, Wachstum und Besonderheiten in der Färbung hinzuweisen. Aber auch auf die Probleme bei der Pflege einiger Arten, die durch Mehltau und Blattrost befallen sind, machte er aufmerksam. Jedes Jahr kaufe er circa 20 Rosengewächse dazu, erzählte er den Blumenfreunden. Er züchtet aber auch selber und zeigte nicht ohne Stolz die Rose mit dem Schild „Nr. 24“. „Einen Namen erhalten die Eigenzüchtungen erst später“ verriet der 78-Jährige, der auch zahlreiche seiner ehemaligen Patienten im Garten begrüßte.

Diese genossen nicht nur den Anblick der Blüten, sondern nutzen auch die Gelegenheit, die intensiven Düfte der Blütenkelche zu ergründen. Während hier und da noch ein Schwätzen gehalten oder über die nächste Abfahrt des Ruderbootes auf dem kleinen Seerosenteich gewitzelt wurde, baute die Weyher Swing Combo ihre Instrumente auf.

Mit ihrem ersten Lied setzte dann erneut der Regen ein. Allerdings hatten die Musiker dem Wetter den alten Hit „Wochenend’ und Sonnenschein“ entgegenzusetzen, und tatsächlich klarte der Himmel etwas auf. Dies sei ja schließlich ein Rosenfest und kein Regenfest, stellte eine Besucherin klar.

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