Rosen, soweit das Auge reicht

Der „Dididoktor“öffnet seinen Garten

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Diese Damen genießen – wie viele andere Besucher auch – den Anblick und den Duft der Blumen. 

Lahausen - Von Heiner Büntemeyer. Dass das hochsommerliche Wetter am Sonntag einem regnerischen Tief gewichen war, nahm der „Dididoktor“ Diedrich Heumann beim Rosenfest in seinem wunderschönen Garten ganz gelassen: „De Rosen bruukt den Regen ganz nödig.“

Trotz des Wetters wurde es eine fröhliche Freiluftveranstaltung mit vielen Ausstellern und Künstlern. Dazu beigetragen hatte auch die Kirchengemeinde Weyhe mit dem gut besuchten Gottesdienst am Vormittag, in dessen Verlauf Pastorin Gudrun Müller zwei Kinder taufte.

Schon beim Betreten der Einfahrt leuchteten Rosen am Wegrand, und überall auf dem weitläufigen, gepflegten Gelände mit dem großen Teich traf man auf Rosen in allen Farben. Ramplerrosen waren in die Obstbäume geklettert, Strauchrosen hatten ihre Blüten geöffnet und entlang den Gemüsebeeten standen Johannisbeer- sowie Stachelbeerbüsche, an denen so mancher Besucher naschte.

„Was da für Arbeit drinsteckt“, staunte der Besucher Detlef Gehrmann, der selbst einen kleinen Garten hegt und pflegt und daher sehr gut ermessen kann, wie viele Stunden erforderlich sind, um diese Anlage in Schuss zu halten.

Dietrich Heumann hatte den Hof 1988 erworben. „Und die Erde war wüst und leer“, beschreibt er den damaligen Zustand von Haus und Hof. Daraus hat er ein kleines Paradies geschaffen – nicht nur für sich und seine Familie. Er möchte, dass auch andere daran teilhaben. „Ich will allen zeigen, was die Natur daraus gemacht hat. Ich möchte meinen Gästen die Augen öffnen, damit sie erkennen, was der Schöpfer geschaffen hat.“ Damit beantwortet sich auch die Frage, warum er alle zwei Jahre zu einem Rosenfest einlädt, das mit einer Menge Arbeit verbunden ist.

Auch Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte war gekommen und schlenderte durch die gepflegte Anlage. Er begrüßte zahlreiche Aussteller, darunter Frank Schwarz, der eigentlich nur einen einzigen Rosen-Vortrag halten wollte, dann aber dank der vielen Besucher mehrere Male über Rosenpflege und die Anpflanzung der Blumen informierte.

In einem Pavillon, in dem Bernhard Hoppe zahlreiche selbst geschriebene Bücher verkaufte, präsentierte Achim Grunemann mehrere großformatige Bilder. Auch Ursel Meyer hatte selbst gemalte Aquarelle mitgebracht, die sie ebenso wie ihre plattdeutschen Bücher vorstellte.

Lahauser Bühne feiert 80. Geburtstag

Platt ging es auch auf der Bühne zu. Dort feierte die Lahauser Bühne mit mehreren Sketchen ihren 80. Geburtstag. „Das ist der genau dazu passende Rahmen“, stellte eine Besucherin fest, die zusammen mit zahlreichen weiteren Gästen auf den rund um die Bühne aufgestellten Bänken Platz genommen hatte. Höhepunkt dieser Darbietung war das Lied von Nelly Zymnie, die den Trude-Herr-Song „Ich will keine Schokolade“ mit plattdeutschem Text sang und dabei die Zuhörer mit ihrer „Röhre“ begeisterte.

Manche Besucher folgten auf der Gartenanlage aufmerksam einem Seil mit mehreren Notizen und daneben liegenden Gegenständen und Fotos. Hermann Schierenbeck hatte es aufgehängt und stellte damit das Alter des Universums mit dazu angeordneten Fossilien, Gestein und Bildern dar. Für viele war dabei besonders eindrucksvoll die kurze Zeitspanne in der die Menschen auf der Erde leben.

Marlies Lindhoff hatte aus eigener Anzucht zahlreiche Stauden mitgebracht, Gerlinde Reinhard zeigte von ihr geschaffene Töpferkunst und im Hintergrund spielte die Weyher Swing-Combo, die einige Besucher sogar zu einem Tanz auf dem Rasen anregte.

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