Hans Töbelmann vom Trägerverein ehrt die Jeeblerin

Rosemarie Taucke ist der 300 000. Bürgerbus-Fahrgast

Der Vize-Vorsitzende Hans Töbelmann überreicht Rosemarie Taucke einen Blumenstrauß. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Ungewöhnlich viele Vorstandsmitglieder des Bürgerbusvereins haben Mittwoch an der Haltestelle „Marktplatz“ in Kirchweyhe auf die Ankunft der Linie 116 geartet. Mit ihnen zusammen wartete auch Rosemarie Taucke aus Jeebel und war darüber ein wenig erstaunt über die vielen Menschen. Aber der Auflauf hatte einen Grund: Sie war der 300 000. Fahrgast des Bürgerbusses.

Dafür überreichte ihr der stellvertretende Vorsitzende Hans Töbelmann einen großen Blumenstrauß. Die 84-Jährige ist regelmäßiger Fahrgast in der Linie 116 und fährt mindestens zweimal wöchentlich damit in die Weyher „City“. Für sie war es eine glückliche Fügung, dass diese Linie m Jahre 2009 eingerichtet wurde. Bis dahin hatte Taucke die Fahrten mit dem eigenen Wagen erledigt. „Aber ich bemerkte, dass ich die Verkehrsschilder nur noch schlecht erkennen konnte und wusste noch nicht, wie ich das Problem lösen konnte“, erinnert sie sich. Auf keinen Fall wollte sie ihre Kinder damit belasten. Der Bürgerbus war die willkommene Lösung. Sofort verkaufte sie ihr Auto, denn sie wollte gar nicht erst in die Versuchung kommen, sich doch wieder ans Steuer zu setzen. „Wo ich nicht hinkomme, komm' ich nicht hin“, blieb sie ganz gelassen. Eine bessere Verbindung zum Marktplatz kann sie sich gar nicht vorstellen.

Unterhaltsamer und lockerer Fahrgast

Regelmäßig kauft sie Vierer-Tickets, weil diese für ihre Bedürfnis preiswerter als eine Monatskarte sind. Taucke kombiniert bei ihren Fahrten zum Marktplatz je nach Bedarf ihren Einkauf mit dem Besuch beim Arzt oder erledigt gleichzeitig Bankgeschäfte.

Die Bürgerbusfahrer freuen sich immer, wenn Rosemarie Taucke in den Bus steigt. Sie sei sehr unterhaltsam und locker, berichtet Fahrdienstleiter Lothar Cordes. Das hat seinen Grund: „Ich bin sehr dankbar für den Service“, erklärt sie und bedankt sich bei den Fahrer für ihre ehrenamtliche Arbeit: „Das macht nicht jeder, und es macht immer Spaß, mit ihnen zu fahren“.

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