So viele Teams wie nie zuvor bei „First Lego League“-Wettbewerb

Wo Roboter Hochhäuser errichten

Auswertung: Eine Jury bewertet die Teams.

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Immer wieder stellt Felix den Roboter zurück in die Startposition. Aber nach fast jedem Start kann Jeremias dem Roboter am Rechner eine weitere Aufgabe erteilen. So tasten sich die beiden Mitglieder des Teams der Bassumer Lukas-Schule allmählich an das Ziel ihres Wettbewerbsbeitrages heran. Sie programmieren ihren Lego-Roboter in diesem „Robot Game“ der „First Lego League“ am Samstag in der KGS Leeste so, dass er auf einem Spielfeld möglichst viele von insgesamt zwölf Aufgaben autonom erledigt.

Felix und Jeremias haben sich vorgenommen, in den zweieinhalb Minuten, die ihnen für diesen Wettbewerb zur Verfügung stehen, einen Stapel Baumaterial auf einen vorgegebenen Lagerplatz zu transportieren, eine Schaukel in Bewegung zu setzen, eine Kippe waagrecht zu schieben und dann eine Rampe hinaufzufahren.

Sie hätten auch ein Hochhaus aufrichten oder einen Stützpfeiler einreißen können. Aber darauf verzichteten sie, denn das Hochhaus war ihnen zu wackelig, und wenn sie den Stützpfeiler einreißen würden, könnte das ganze Haus in sich zusammenfallen.

Jede erledigte Aufgabe wurde mit Punkten belohnt. „Wir erledigen lieber einfachere Aufgaben mit weniger Punkten als schwierige, die uns nicht gelingen“, verriet Felix ihre Taktik, und ihr Lehrer Volker Paul stimmte ihnen zu. Dass von den geplanten Aufgaben dann unter Wettkampfbedingungen nur zwei perfekt ausgeführt wurden, verarbeitete er mit seinem Team unter: „Wieder dazu gelernt.“

Robert M. Albrecht gehört zu den „Urgesteinen“ der „First Lego League“. Er war schon Teil des Teams, als der Regionalwettbewerb noch in Oldenburg ausgetragen wurde. Er freut sich über die Entwicklung dieses Wettbewerbs, an dem in der KGS Leeste am Samstag 13 Teams beteiligt waren – so viele wie nie zuvor. „Auch der Anteil an Mädchen wird ständig größer“, hat er beobachtet.

Das gestiegene Interesse der Schulen an diesem Wettbewerb führt er auch auf eine veränderte Aufgabenstellung zurück: Die Basis-Aufgaben sind einfacher geworden und sorgen für mehr Motivation. „Alle Teilnehmer setzen die Arbeit in ihrer Schule (dort haben die Schüler ihre Roboter entwickelt, Anmerk. der Red.) mit einem Erfolgserlebnis fort“, so Albrecht. Von den Spitzenteams würden jedoch weiterhin Spitzenleistungen erwartet.

Neben dem „Robot Game“ gab es noch zwei weitere Wettbewerbe: Zu Beginn mussten die Schülerinnen und Schüler einen Roboter so programmieren, dass er ein Kartenhaus errichten konnte. Entscheidend war nicht allein die Anzahl der gestapelten Karten, bei diesem Wettbewerb wurde auch die Zusammenarbeit in der Gruppe mit Punkten honoriert.

In einem dritten Teil hatten die Teilnehmer die Aufgabe, ein Problem darzustellen und selbst nach Wegen zu suchen, wie dieses gelöst werden könnte. Das Team der KG Haselünne (Emsland) hatte ein aktuelles Problem in ihrer Stadt aufgegriffen und nach Möglichkeiten gesucht, wie das Sportzentrum ökologisch aufgerüstet und die marode Tribüne durch einen energieeffizienten Neubau ersetzt werden könnten. Ihren Vortrag hielten sie in Form eines Rollenspiels.

Damit hatten sie Erfolg, denn sie belegten hinter dem Team „reMINTus“ aus Wilhelmshaven den zweiten Platz und qualifizierten sich für das Semifinale im Januar 2020 in Aachen. Aber auch die „ProMINToS“ der Bassumer Lukas-Schule hatten Grund zur Freude: Sie belegten in der Gesamtwertung den siebten Platz, siegten aber im Wettbewerb um das schönste „Robot Design“.

Die Gruppen der KGS Brinkum belegten den neunten Platz („Phönix“) und den elften Platz („Pegasus“).

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