„Keine abgehobenen Quadratmeterpreise“

R.B.S. will Bahngelände zu Bauland entwickeln

Nach den Vorstellungen von R.B.S. soll auf 13000 Quadratmetern bezahlbarer Wohnraum auf einem Areal entstehen, auf dem derzeit überwucherte Schienen liegen und ein Drehscheibenfundament einen Dornröschenschlaf schlummert. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Das Unternehmen R.B.S. Kirchweyhe will sich von einem Teil seines Bahngeländes trennen und es zu Wohnbauland entwickeln. Es geht um eine Fläche von insgesamt 13.000 Quadratmetern, sagt R.B.S.-Geschäftsführer Lutz Abram. „Das Areal ist für uns nicht nutzbar, dort könnten bis zu 25 Häuser gebaut werden.“

Das Gelände befindet sich zwischen der Halle in der Nähe der ehemaligen Bäckerei Grimpo und der Zufahrt zum Kirchweyher Werksgelände der Hamburger Eckelmann-Gruppe, auf dem Kessel- und Güterwagen beispielsweise für die Deutsche Bahn und andere Kunden gereinigt, gewartet und repariert werden. Die Firma muss die überwucherten Schienen und Schwellen sowie Fundamente von einer ehemaligen Drehscheibe allerdings noch beseitigen lassen.

Noch vor ein paar Jahren gehörte das Grundstück der Deutschen Bahn. Sie hatte sich 2014 insgesamt von 80.000 Quadratmetern Fläche getrennt – R.B.S. hatte diese laut Abram für 1,3 Millionen Euro gekauft. Damit sicherte das Unternehmen für die Zukunft den Fortbestand. Einen Teil will es abgeben.

Der R.B.S.-Geschäftsführer Lutz Abram zeigt das Gelände, auf dem einmal Wohnhäuser stehen sollen. - Foto: Schritt

Um das Gelände überhaupt zum Bauland zu entwickeln, dauere es mindestens zwei Jahre, glaubt der R.B.S.-Geschäftsführer. Allein die Entwidmung des Eisenbahngeländes durch die Bahn benötige mindestens drei Monate. „Das ist ein notwendiger bürokratischer Akt“, so Lutz. Damit nicht genug. Es muss ein Gutachten über mögliche Altlasten eingeholt werden. „Das letzte stammt aus dem Jahr 1998. Das geht von leichten Verunreinigungen aus.“ Die Gesetze seien jedoch strenger geworden, so Abram. Möglicherweise müsse als Konsequenz ein Teil der Oberfläche abgetragen.

Gelände soll sauber sein 

„Man muss das sehen. Wir wollen jedenfalls ein sauberes Gelände übergeben. Alles andere wäre unfair“, sagt Abram. Ein Kampfmittelräumungsdienst müsse ebenfalls rübergeschickt werden, damit sichergestellt wird, dass dort keine Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen“. Dann müsse das Vorhaben durch die entsprechenden Gremien gehen. Auch das benötige Zeit, so Abram.

Generell steht die Gemeinde laut Bürgermeister-Stellvertreterin Ina Pundsack-Bleith der Schaffung von Wohngebieten positiv gegenüber – insbesondere ist das Thema „bezahlbarer Wohnraum derzeit unser großes Anliegen. Zu diesem Zweck werden aktuell unterschiedliche Standorte geprüft“.

Zur Umwandlung einer 13.000 Quadratmeter großen Fläche der Firma R.B.S. in Wohnbauland führt die Gemeinde derzeit keine Gespräche mit Eigentümern oder Investoren, so die Erste Gemeinderätin auf Anfrage. Im Übrigen bedürfte es hierfür einer gemeindlichen Bauleitplanung, die derzeit nicht vorgesehen ist. „Sicherlich sind hier aber geeignetere Lagen für Wohnbaulandentwicklung in der Gemeinde denkbar“, sagt Pundsack-Bleith.

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