Raumnot zwingt die Verwaltung zur Expansion

Rathaus Weyhe eröffnet zweite Außenstelle

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Dieses Haus ist jetzt die zweite Außenstelle des Weyher Rathauses.

Ältere Weyher können sich noch an die Anfangszeiten der Gemeinde Weyhe erinnern, als die Verwaltung in verschiedenen Gebäuden untergebracht war. Das ist seit mehreren Wochen wieder so.

Weyhe - Seit seiner Eröffnung im Mai 1987 bis dieses Jahr war das Rathaus das einzige Verwaltungsgebäude, erinnert sich Alt-Bürgermeister Edmund Irmer. Vor 20 Jahren hatte die Gemeinde aber bereits erste Expansionsabsichten.

Doch der Reihe nach: Kurz nach der Gebietsreform im Jahr 1974 befand sich in Sudweyhe, im ehemaligen Rathaus, die Kämmerei. Im längst abgerissenen Rathaus Kirchweyhe (Bahnhofstraße), das sich auf dem Gelände der Kreissparkasse befand, waren Bau- und Ordnungsamt untergebracht. Und im alten Rathaus Leeste (Henry-Wetjen-Platz) sowie im Behördendienstgebäude (heute: Alte Wache) daneben, waren das Hauptamt sowie die Büros des Gemeindedirektors sowie des Stellvertreters untergebracht.

„Wir haben schon vor 20 Jahren Ausschau gehalten“

Für Edmund Irmer war schon zu seiner Amtszeit klar, dass das neue Rathaus, einmal zu eng wird: „Wir haben schon vor 20 Jahren Ausschau gehalten, ob Gebäude in der Nähe des Verwaltungsgebäudes infrage gekauft werden könnten.“ Irmer findet es richtig, dass die Gemeindeverwaltung sich nun auf zwei Immobilien ausdehnt. Wie bereits im Sommer berichtet, ist zum Beispiel der Jugendpfleger und die Stabsstelle Inklusion und Integration in ein Gebäude am Westermoor gezogen, und nun hat der Verwaltungsvorstand das Team unter anderem die Gebäudewirtschaft in ein Haus ausgelagert, dass in unmittelbarer Nähe des Rathauses liegt. Mit diesem Wohnhaus, das die Gemeinde kürzlich erworben hat, hätte auch er schon geliebäugelt, sagte Irmer

„Wir hatten die Chance es zu erwerben. Und wir haben zugegriffen“, sagt Ina Pundsack-Bleith, Stellvertreterin des Bürgermeisters. Allerdings bleibt das Erdgeschoss weiterhin an Privatleute vermietet.

Mittlerweile hat die Verwaltung die oberen zwei Wohnungen zu sieben Büros samt Besprechungsraum umgewandelt – eine Glasfaserleitung zum Rathaus wurde ebenfalls verlegt. Ende Oktober zogen dort Doris Salomé, Leiterin für den Fachbereich Bau und Liegenschaften sowie ihr Team ein.

120. 000 Euro für Umbauarbeiten

Was die Gemeinde für den Ankauf an Steuermitteln aufgewendet hat, wollte der Verwaltungsvorstand nicht sagen. Bürgermeister Frank Seidel bestätigte aber, dass der Preis marktüblich sei und nicht zu hoch gewesen sei. Allerdings habe die Gemeinde insgesamt rund 120 .000 Euro für Umbauarbeiten ausgegeben.

Der Raumknappheit im Rathaus hätte man auch mit einem Anbau begegnen können, so Ina Pundsack-Bleith. Ein Neubau sei aber aus Kostengründen nicht infrage gekommen, so Pundsack-Bleith.

Teilweise waren in den Büros, die für zwei Personen ausgelegt waren, bis zu vier Mitarbeiter – sogar das Besprechungszimmer im Dachgeschoss wurde benutzt.

Von 2002 bis 2018 ist die Anzahl der Mitarbeiter im Rathaus laut Pundsack-Bleith um 27 auf 116 Personen angestiegen. Die Anzahl der Azubis sind dabei nicht mitgezählt.

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