Video zum Live-Stream

Rainer Zottmann stellt sich den Fragen der Leester Pastoren: „Corona ist keine Pest“

Thematisieren im Rahmen einer Livesendung gemeinsam die Pandemie: die Pastoren Ulrich Krause-Röhrs (2.v.r.) und Holger Hiepler sowie der Corona-Beauftragte des Landes Bremen, Rainer Zottmann (r.). Der Pop-Kantor Sören Tesch (l.) sorgt für die musikalische Untermalung. Foto: Sigi Schritt
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Thematisieren im Rahmen einer Livesendung gemeinsam die Pandemie: die Pastoren Ulrich Krause-Röhrs (2.v.r.) und Holger Hiepler sowie der Corona-Beauftragte des Landes Bremen, Rainer Zottmann (r.). Der Pop-Kantor Sören Tesch (l.) sorgt für die musikalische Untermalung.

Weyhe - Die Aufrufe des jüngsten sogenannten live gestreamten Videos gehen laut einer Facebook-Statistik in den vierstelligen Bereich: In Zeiten der Corona-Krise setzt die Leester Kirchengemeinde auf neue Formate.

Für die jüngste Veranstaltung haben die Pastoren Ulrich Krause-Röhrs und Holger Hiepler den Corona-Beauftragten des Bremer Senats, Rainer Zottmann, gewonnen. Der ehemalige Leitende Polizeidirektor Bremens ist Weyher Bürger und fungiert im lokalen Gemeinderat als SPD-Fraktionsvorsitzender.

„Corona ist keine Pest. Corona ist eine Grippe“, sagt er in die Kamera. Für deren Bekämpfung gebe es weder einen Impfstoff noch ein Gegenmittel. „Wir müssen keine Angst haben, aber der Krankheit mir Respekt begegnen.“ Die Zahlen für Bremen hätten sich verbessert, sagt Zottmann. Ein Drittel aller Infizierten sei genesen, lautet seine positive Nachricht. In Weyhe seien sogar über die Hälfte aller Infizierten wieder gesund und zurück im Leben.

Die größten Probleme gebe es aktuell in den Einrichtungen für ältere Menschen, wenn zum Beispiel das Virus „in ein Altenheim einbricht“. „Dann gibt es Opfer“, prognostiziert Zottmann.

Keine Probleme hätten jüngere Menschen. Für Zottmann seien zwei Dinge wichtig: Geduld und Disziplin. Mehr als eine Woche Kontaktsperre liege hinter den Menschen. Man wisse aber noch nicht, wie sich das auswirke. Obgleich sich die Zahlen im Land Bremen verbesserten, sei das aber noch kein Grund umzuschalten, so Rainer Zottmann.

Die Reaktionen auf den Live-Stream waren erneut positiv: Das Video wurde mehrfach im sozialen Netzwerk geteilt und kommentiert. „Mit Interesse haben mein Mann und ich diesen Dialog verfolgt. Wir können nur darum bitten, dieses Projekt fortzusetzen“, sagt die Intenet-Nutzerin Ingrid Schierenbeck. Die Leesterin verfolgte den Live-Stream. Ihrer Ansicht nach regen „die Gespräche dazu an“, die eigene Sicht zu den Problemen neu zu überdenken, aber auch Hoffnung zu schöpfen“. Für die Leesterin sei der Live-Stream mitten in der Corona-Krise „wie ein Gottesdienst im Kleinen“, eine sogenannte Bürgerkanzel. Die Untermalung durch die Musik mit dem Pop-Kantor Sören Tesch gebe dem Ganzen „nochmals einen feierlichen Rahmen“. Sie freut sich schon auf das nächste Gespräch. Wie Pastor Ulrich Krause-Röhrs ankündigt, werde die Kirchengemeinde für dieses Format weitere Gesprächspartner einladen.

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