Für ein Jahr: Krippengruppe im Mobilbau auf Areal der Kita Dreye untergebracht

Provisorium kostet mehr als 100. 000 Euro

Die Kinder erleben eine fröhliche Spielrunde mit der Ersten Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith (im schwarzen Hosenanzug) sowie mit den Kita-Mitarbeiterinnen Jennifer Bunte und Christina Dummeyer. Die Erzieherin Silke Westphal sitzt mit weiteren Kindern in einer Ecke. Foto: Sigi Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Kinder der Seepferdchen-Gruppe sind jünger als drei Jahre und kommen nicht nur aus Dreye und Sudweyhe, sondern aus anderen Ortsteilen der Gemeinde wie zum Beispiel aus Leeste und Kirchweyhe. Sie sind allesamt in einem besonderen Gebäude untergebracht: Es ist ein angemieteter Mobilbau, für den die Gemeinde monatlich einen Betrag in Höhe von 4 000 Euro ausgibt. Wenn der Bau nach rund einem Jahr demontiert wird, um Platz für einen Neubau/Anbau zu schaffen, wird die Gemeinde für das Provisorium mehr als 100 000 Euro ausgegeben haben. Allein die Summe in Höhe von 56 000 Euro musste die öffentliche Hand für die Anlieferung, für den Kraneinsatz, Montage sowie Demontage und vorbereitende Arbeiten bezahlen.

Das Provisorium ist laut Christina Böttcher-Krützfeld vom Fachbereich Bau und Liegenschaften der Gemeinde eine Stahlkonstruktion aus verschieden verschweißten Hohl- und Walzprofilen. Die Wände des Rahmenbaus bestehen aus Profilblech. Eine Schicht Mineralwolle, acht Zentimeter dick, sowie Mineralfaserdämmplatten sorgen gerade in der Winterzeit dafür, dass die Wärme der elektrisch betriebenen Wandkonvektoren im Gebäude bleibt.

Die Kita Schatzinsel bekommt einen Anbau. Zuvor muss allerdings der Mobilbau verschwinden. Die Gruppe ist aber noch längst nicht vollständig.

Auch wenn der Mobilbau von außen betrachtet kühl wirkt, ist er im Inneren durch die verwendeten Farben – grau-blauer Teppich, bunte Kissen, Decken sowie Spielzeuge – farbenfroh und gemütlich. Bei einer Stippvisite schaute sich die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith um und plauderte mit den Mitarbeiterinnen. Die Erzieherinnen Jennifer Bunte und Silke Westphal sowie die Sozialassistentin Christina Dummeyer passen derzeit auf sieben Kinder auf. Der 42 Quadratmeter große Gruppenraum könnte problemlos von bis zu 14 Kindern genutzt werden, erklärt die Kita-Leiterin Gitta Weseloh, da es aber dort mehr als sieben Einjährige gibt, muss die Höchstgrenze nach unten verschoben werden – auf zwölf Mädchen und Jungen. Doch die sei bislang noch nicht erreicht. Demnächst würden weitere Kinder, die noch nicht das zweite Lebensjahr erreicht haben, dazu stoßen. Kaum ist die Gruppe vollzählig, müssen die Seepferdchen anderswo schwimmen: wenn die einjährige Übergangszeit vorbei ist. An der Stelle, an der sich jetzt der Mobilbau befindet, soll auf dem Schatzinsel-Gelände ein massiver Anbau errichtet werden, kündigt die Architektin Böttcher-Krützfeld an. Die Mädchen und Jungen würden auf andere Einrichtungen verteilt, kündigt die Kita-Leiterin an. Zu diesem Zeitpunkt würde die neue Kita Reinsweg in Leeste die Arbeit aufgenommen haben.

Inspiziert den Schlafraum: die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith. Fotos: Sigi Schritt

Mit dem Anbau wird in Dreye Platz für drei weitere Gruppen geschaffen, erklärt Ina Pundsack-Bleith. Der Gemeinde sei viel daran gelegen, den Kita-Rechtsanspruch, den Eltern für ihre Kinder wahrnehmen, zu erfüllen.

Die Kita Schatzinsel bekommt außerdem einen neuen und größeren Parkplatz, so die Architektin. Das Gelände wird sich wohl auf eine angrenzende Ackerfläche ausdehnen.

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