Projektchor, Bläser und TNP-Trio versetzen volle Marienkirche in Stimmung

Kontrastreiches Konzert

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Der Posaunenchor unter Susanne und Jan Wiznerowicz demonstriert sein Können.

Leeste - Von Dagmar Voss. Traditionell erklingt in der Vorweihnachtszeit festliche Musik in der Marienkirche – und seit einiger Zeit hat zuvor der Kirchenchor projektmäßig Interessierte dazu eingeladen, an den Proben teil-zunehmen.

So war es auch in diesem Jahr, allerdings gesellte sich zu den beiden Ensembles dieses Mal der Organist Sören Tesch mit seinem TNP-Trio. „Weihnachtliche Stimmfarben“ waren angekündigt, von Präludium bis Pop, von „Stille Nacht“ bis „Last Christmas“ sollte der Sonntagabend ein Erlebnis für die ganze Familie werden. Frei nach dem Motto „Lauscht, staunt und singt mit uns.“ So kam es dann auch, am dritten Adventssonntag füllten sich die Reihen. Pastor Ulrich Krause-Röhrs freute sich über den Zuspruch und hatte ebenfalls vorgesorgt, damit der Abend ein besinnliches Ereignis würde.

Klassisch die Bläser,

afrikanisch der Chor

Er steuerte zu den Klangfarben der Weihnachtszeit Lesungen aus einem Adventsbuch des Pastors und Politikers Heinrich Albertz (1915-1993) bei, mal nachdenklich, mal amüsant.

Kontrastreich gestaltete sich die Musik, denn zwischen der eher klassisch-anspruchsvollen Auswahl der Bläser unter Leitung von Susanne und Jan Wiznerowicz – unter anderem Vivaldis Concerto B-Dur oder die Sonata B-Dur von Corelli – ließen die Sänger des Kirchenchors ihre Stimmen erklingen. So mit dem leicht afrikanisch anmutenden „We are marching in the light of God“ oder „Gabriellas Song“ aus dem wunderbaren Film „Wie im Himmel“. Oder richtig flott: „We are the world“.

Eher ungewöhnlich in diesem Rahmen zum ersten Mal das TNP-Trio (Tesch-Neumann-Pique), das mit Keyboard, Schlagzeug und E-Bass jazzig-swingend Stücke wie das „We like swedes“ oder „Sleep tight“ interpretierten.

Für die Konzertbesucher blieb es jedoch nicht beim Zuhören, sie durften alle mitsingen. Und damit es nicht, wie sonst so oft, bei einer Strophe blieb, weil man mehr nicht kannte, hatten die Organisatoren anfangs die Liederhefte „Singende Weihnacht“ verteilt, und auf den Plätzen befanden sich auch noch Textzettel, die Tesch zusammengestellt hatte. Also füllte sich das Kirchenschiff mit stimmstarken Liedern für alle, wie „Es kommt ein Schiff geladen“ oder „This little light of mine“.

Zur Überraschung des Kirchenchors gesellten sich auch noch ein paar Chorkinder dazu, als es dann an das Gemeinschaftslied „Use somebody“ ging. Verstärkt wurde es von zwei jungen Solisten und ihren Stimmen sowie dem TNP-Trio, bei dem Tesch zur Gitarre griff. Nach gut zwei Stunden voller weihnachtlicher Klangfarben hatte der eine oder der andere manch einen Ohrwurm im Kopf, wie „Feliz Navidad“.

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