FDP will für den Wendekreis des Gerätehauses der Lahauser Feuerwehr eine Lösung

Wenn Autos Blaulicht-Einsätze behindern

So ist das Feuerwehrgerätehaus eingerahmt: Rechts befindet sich der Fahrradständer der Grundschule, links davon beginnt das eigentliche Areal der Schule.
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So ist das Feuerwehrgerätehaus eingerahmt: Rechts befindet sich der Fahrradständer der Grundschule, links davon beginnt das eigentliche Areal der Schule.

Weyhe – Für die Weyher FDP ist es, wie die Fraktionsvorsitzende Antje Sengstake betont, eine schlimme Vorstellung: Ein Gebäude brennt, und die Feuerwehr kann nicht ausrücken, weil Autos die Ausfahrt aus dem Gerätehaus versperren. Genau das sei vor mehr als 70 Tagen in Lahausen passiert, sagt die Liberale. Die Verkehrs- und Parkplatz-Situation sei zum Zeitpunkt der Alarmauslösung vor dem Lahauser Feuerwehr-Gerätehaus „unübersichtlich gewesen“.

  • Elterntaxi-Chaos auf dem Wendeplatz vor der Lahauser Feuerwehr.

    Es brennt, und die Feuerwehr kann nicht ausrücken.
  • Auf das Problem hat das Problem seit 2017 hingewiesen. Die Gemeinde hat eine Idee, wie sie die Situation entschärfen könnte.

„Wie so oft“, so Sengstake. „Nur diesmal war in der Abholzeit der Schüler ein echter Alarm.“ Auf dieses Problem hatte die FDP aufmerksam gemacht und vor Jahren einen Antrag dazu eingereicht, sagt Sengstake. Die Gemeinde habe zwischenzeitlich ein Planungsbüro beauftragt und auch den Verkehr um die Schule herum anders geregelt. Das Gewusel vor der Feuerwehr sei dadurch aber offensichtlich nicht beendet worden, zieht Sengstake ein Fazit.

Kürzlich habe sie im nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss erfahren, dass die Verwaltung ihren Antrag „Parkplatzsituation Grundschule Lahausen“ als erledigt gekennzeichnet hat. „Dem habe ich widersprochen“, so Sengstake und ihren Antrag aus dem Jahr 2017 um den aktuellen Fall ergänzt.

Die Feuerwehr Lahausen wurde Ende März zu einem Brand ins Syker Industriegebiet beordert, so Sengstake. Um zu verstehen, wo das Problem liegt, muss man die Örtlichkeit kennen: Die Ausfahrt der Lahauser Feuerwehr liegt an einem Wendekreis, den zu Abhol- und Bringzeiten Eltern der Grundschule mit ihren Fahrzeugen ebenso nutzen wie Mütter und Väter des angrenzenden Kindergartens und der Krippe. Das Gerätehaus wiederum befindet sich zwischen dem Grundschulgelände und dem Fahrradständer sowie einem angrenzenden Parkplatzareal.

Und direkt vor den Toren der Feuerwehr parken Eltern, die auf ihre Kinder warten. Außerdem steuert regelmäßig ein Bus den Wendekreis an und hält an der Haltestelle direkt vor dem Kindergarten. Das Problem: Der Bus ist so lang, dass sein Heck noch so in den Wendekreis hineinragt, dass die Autos laut Sengstake an diesem Fahrzeug nicht vorbeikommen. Deshalb verursache der Bus schon mal „eine kleine Verstopfung“. Und die Feuerwehr kommt nicht vom Fleck.

Die Liberalen haben mehrere Ideen, wie sich die Park- und Verkehrsituation an dieser Stelle verbessern könnte. Dieses Thema soll am Dienstag, 15. Juni, unter anderem im öffentlich tagenden Ausschuss für Ordnung und Soziales behandelt werden.

Es sei für die FDP besonders nach diesem Vorfall notwendig, über die Situation der Lahauser Feuerwehr zu sprechen, da derzeit überwiegend stiller Alarm ausgelöst wird. Was das bedeutet? „Es ertönen keine Sirenen, wenn ein Brand gemeldet wird“, erklärt Antje Sengstake. Deshalb merken weder Kinder noch deren Eltern, dass die Feuerwehr „einen echten Einsatz zu bewältigen hat“.

Beim zuvor erwähnten Brand hätten neugierige Kinder die Ausfahrt versperrt. „Für die Einsatzkräfte ist die Situation unhaltbar“, sagt die Fraktionsvorsitzende, zumal die Einsatzkräfte am besagten Tag zunächst die Ausfahrt räumen und dann auf allen Seiten auf die Mädchen und Jungen achten mussten. „Im schlimmsten Fall könnte solch eine Situation Leben kosten“, sagt Sengstake. Sie mag sich das lieber nicht vorstellen.

Die Liberalen wollen, dass der Wendekreis für Privatfahrzeuge gesperrt wird. Ausnahmen könnten Fahrzeuge der AWG sein. Doch es scheint nicht so einfach zu sein, wenn der Wendekreis gleichzeitig für den Hol- und Bringdienst der Eltern gesperrt werde. Zumindest wäre für Sengstake die Ausfahrt der Feuerwehr gewährleistet.

In der Sitzungsvorlage macht die Gemeindeverwaltung deutlich, dass eine Sperrung des Wendeplatzes nicht möglich sei, weil zum Beispiel Schwerbehinderte und Taxis nicht mehr zu den vorgesehenen Parkflächen kämen. Im Falle einer tatsächlichen Sperrung würden dann an anderer Stelle acht Stellplätze fehlen, heißt es in dem Papier.

Die FDP könnte sich vorstellen, die Bushaltestelle an die Stelle zu verlegen, an denen jetzt die Taxis halten. Allerdings würden dann noch mehr Schulkinder den Bereich vor der Feuerwehr queren, so die Verwaltung. Es scheint, dass die Rathausmitarbeiter eine andere Idee für machbar halten. Es könnte für den neuen Parkplatz der Kita eine neue Ausfahrt zur Straße Am Bahndamm geschaffen werden. Dann könnte der PKW-Verkehr laut Gemeinde die alte Zufahrt benutzen und über die neue Ausfahrt das Gelände wieder verlassen. Schulkinder müssten dann nicht am Feuerwehrgerätehaus vorbeilaufen. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch ein kurzer Parkstreifen mit beschränkter Parkdauer gebaut werden, schlägt die Verwaltung in ihrer Vorlage vor.

Von Sigi Schritt

Das Parkareal zwischen der Kita und der Straße Am Bahndamm könnte eine weitere Ausfahrt erhalten.

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