„Konkrete Hilfe über den Gartenzaun“

Pro Dem verabschiedet langjährige Ansprechpartner der Nachbarschaft und sucht Nachfolger

Die Ansprechpartner und Quartiersmanagerin Christin Brümmer stehen auf einer grünen Wiese und blicken nach oben in die Kamera.
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Ein Teil der aktuellen Ansprechpartner der Nachbarschaft in Jeebel mit Quartiersmanagerin Christin Brümmer von Pro Dem (3. v.l.). Von links: Günther Catterfeld, Gerd Ramb, Hilda und Dieter Menzel, Manfred und Heide Kirsch, Anke Esdohr, Beatrix und Bob Dent sowie Heyo de Veen.

Jeebel – Mit einem Blumenstrauß und einer Großpackung leckerer Schokolade wurden neun Ansprechpartner der Nachbarschaft (ASPDN) des Quartiers „Jeebeler Fuhren“ verabschiedet. Seit Gründung des vom Verein Pro Dem organisierten Quartiers im März 2012 waren sie im Weyher Ortsteil Jeebel tätig: Dieter und Hilde Menzel, Manfred und Heide Kirsch, Adelheid und Gerhard Ramb, Günther Catterfeld sowie Gerda und Jürgen Klattenhoff.

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung, der sogenannten „Bürgerkonferenz“ hatten sie sich seinerzeit als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung gestellt.

Christin Brümmer als Quartiersmanagerin verabschiedete den Personenkreis bei einem Treffen im Garten der Familie Menzel in Jeebel und dankte den scheidenden Ansprechpartnern „für dieses großartige Engagement, welches von allen mit viel Leidenschaft ausgefüllt wurde.“

Neun Jahre waren die ASPDN des Quartiers „Jeebeler Fuhren“ für die Senioren in ihrer Nachbarschaft aktiv und haben gemeinsam viel auf die Beine gestellt: Alle drei Monate fand im Gasthaus Kruse ein Nachbarschaftstreffen für die Jeebeler Senioren statt. Es wurden Filmnachmittage organisiert und ein Kummerkasten aufgestellt. Dort können die Senioren Sorgen, Nöte aber auch Ideen und Anregungen schriftlich fixieren und einwerfen. Außerdem seien im Quartier durch das Engagement der ASPDN sieben Sitzbänke aufgestellt worden, die seitdem als gemütliche Rastplätze fungieren.

„Jeder hat in der Nachbarschaft etwas herumgehört, ob Hilfe benötigt wird“, beschreibt Manfred Kirsch die zurückliegende Arbeit. „Wir haben uns eigentlich schon immer gegenseitig gekümmert und unterstützt“, erinnert sich Günther Catterfeld. „Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“ Einmal sei einer älteren Dame geholfen worden, deren Auto nicht ansprang, weil die Batterie leer war und aufgeladen werden musste. Gerade für ältere Menschen entwickeln sich solche, eigentlich kleinen Probleme, zu großen unüberwindbaren Hürden, besonders wenn man ganz alleine davor steht. Genau hier kommen die ASPDN ins Spiel. Gemeinsam kann das Problem gelöst, der Bedarf gedeckt oder auch nur der Kontakt zur helfenden Institution aufgenommen werden. „Das ist konkrete Hilfe über den Gartenzaun“, formuliert Christin Brümmer.

Weiterhin aktiv für die Senioren im Quartier bleiben: Anke Esdohr, Heyo de Veen, Beatrix und Bob Dent sowie Annegret Grohe. „Um sie in Zukunft zu unterstützen, suchen wir dringend weitere Personen, die sich als ehrenamtliche Ansprechpartner der Nachbarschaft in Jeebel zur Verfügung stellen möchten“, bittet Christin Brümmer um Mitwirkung bei der Quartiersarbeit. „Das gilt aber nicht nur für Jeebel. Wir suchen auch für Quartiere in den anderen Ortsteilen Freiwillige, die Interesse an einer solchen Aufgabe haben.“ Jeder, der helfen möchte, könne sich bei ihr melden. Bei Pro Dem ist sie von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter 0421/8983344 zu erreichen. Es bestehe die Möglichkeit zur Fortbildung beziehungsweise zu Schulungen oder zur Teilnahme an Fachvorträgen. Diese werden regelmäßig und kostenfrei für die ASPDN angeboten. Außerdem bekomme jeder Ansprechpartner als Orientierungshilfe eine Mappe mit wichtigen Infos rund um die Quartiersarbeit sowie über viele Angebote für Senioren in Stuhr, Weyhe und Syke.

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