Reihe „Bürgerkanzel“

Premiere für den Weyher Bürgermeister

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Andreas Bovenschulte bereitet sich auf die Bürgerkanzel vor.

Leeste - Von Sigi Schritt. Die Kirchengemeinde Leeste setzt am kommenden Sonntag, 10. Februar, die Reihe „Bürgerkanzel“ fort.

Nach Johann-Dieter Oldenburg, ehemaliger Leiter des Weyher Polizeikommissariats, und Gaby Letzing vom Kinderhospiz Löwenherz wird der Weyher Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Predigt übernehmen. Der Gottesdienst beginnt in der Marienkirche um 10 Uhr.

„Das ist für mich eine Premiere“, sagt der Verwaltungschef. Er habe sich für die Auswahl seines Themas viel Mühe gegeben und Überlegungen angestellt, berichtet Bovenschulte.

„Vom Arbeiten und Essen: Paulus, Hartz IV und das bedingungslose Grundeinkommen“ lautet der Titel seiner Predigt. Der Verwaltungschef will einen bekannten Spruch geschichtlich und gesellschaftskritisch einordnen und eine verblüffende Konsequenz servieren. „Vielleicht überziehe ich ein wenig die übliche Länge einer Predigt“, sagt er. Er hofft, dass die Zuhörer in den Bänken seine Botschaft verstehen.

Pastor Ulrich Krause-Röhrs freut sich, dass die Bürgerkanzel mit Bovenschulte eine Fortsetzung findet. „Die Idee war, dass es spannend ist und ungewohnte Perspektiven mit sich bringt, wenn jemand aus anderen Berufs- und Lebensbereichen (als den kirchlichen) predigt und seinen Bezug zur Kirche, seine Sicht auf den christlichen Glauben und die eigene persönliche Perspektive ins Spiel bringt.“ Krause-Röhrs ergänzt: „Ich wünsche mir, dass Personen, die sich dem stellen, nicht gelöchert werden, wie sie denn nun zu diesem und jenem stehe, nach ihrem Glauben und anderem gefragt werden. Ich wünsche mir, dass dass es unerwartet spannend bleibt, wenn (wie bisher) etwa der Chef der Weyher Polizei oder die Leiterin des Kinder- und Jugendhospiz den je eigenen Blick mit einem eigenen Thema verknüpft.“

Bisher sei das Leester Projekt deshalb so gut angekommen, weil jede Person sich laut Krause-Röhrs ihr Thema aussuchte.

Viele sehen in Pastoren möglicherweise die „Berufschristen“, doch bei anderen Menschen sind „wir doch heute eher verwundert, wenn sie einen Bezug zum Christentum herstellen. Deshalb horchen Menschen auf. Und darum geht es in der Bürgerkanzel“, erklärt der Vize-Vorsitzende des Leester Kirchenvorstands.

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